Tipp

Allgemeine Ursache des Alterns

Das Altern ist ein komplexer Mechanismus im Körper, der verschiedene Ursachen hat. Schon beim Vergleich verschiedener Menschen in Bezug auf Gesundheit, Alter, Aussehen und Lebensqualität kann man erkennen, dass beim Altern mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Neben den bekannten Ursachen wie eine falsche, beziehungsweise ungesunde Ernährung, Übergewicht, zu hoher Konsum von Alkohol und Zigaretten, fehlende körperliche Bewegung sowie soziale und psychologische Faktoren, sind auch die im Alter abnehmende Konzentration von bestimmten Hormonen für den Alterungsprozess verantwortlich.

Was sind typische Alterserscheinungen?
Bis Mitte 45 fühlen sich die meisten Menschen noch fit, gesund, körperlich und geistig leistungsfähig, verfügen über eine elastische Haut und stecken berufliche und private Belastungen oder eine durchzechte Nacht meistens noch ganz gut weg. Ab dem 50. Lebensjahr machen sich je nach Lebensstil und begleitenden Krankheiten langsam körperliche Alterungserscheinungen bemerkbar. Das Altern ist ein Ausdruck von verschiedenen körperlichen Mangelerscheinungen sowie psychischen und physischen Veränderungsprozessen des Körpers. Einer der Ursachen des Altern ist die abnehmende Hormonproduktion, die zu einer Veränderungen des Stoffwechsels führt und mit einer verminderten Aufnahmefähigkeit bestimmter Nährstoffe und reduzierten Ausscheidungsfähigkeit einiger Schadstoffe einhergeht.
Zu den typischen Alterserscheinungen gehören:

  • Verminderung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit

  • Zunehmende Vergesslichkeit

  • Verringerung des Antriebes, depressive Stimmungsschwankungen

  • Nachlassen der Funktion der Sinnesorgane und Funktion (Sehen, Hören, Riechen/Schmecken)

  • Verändertes Aussehen

  • Wasserverlust

  • Abnahme der Elastizität der Haut und Veränderung der Hautbeschaffenheit, Falten

  • Abnahme der Muskelmasse und -kraft, Zunahme der Fettmasse

  • Abnahme der Knochendichte mit erhöhter Bruchgefahr

  • Haarausfall, graue Haare

  • Abnahme der Libido und Potenz

Ernährung als wesentlicher steuerbarer Einflussfaktor
Der eigene Umgang mit dem Körper, die Ernährung, Bewegung, der individuelle Stress und dessen Verarbeitung spielen eine bedeutende Rolle im Alterungsprozess und können präventiv von jedem einzelnen entscheidend mit beeinflusst werden.
Eine ungesunde Ernährung mit einem großen Anteil an tierischen Fetten, wenig Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen und geringem Anteil an frischen, unbehandelten Nahrungsmitteln wie Obst und Gemüse, steigert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle. In bestimmten Lebensphasen wie Pubertät, Schwangerschaft, Stillzeit oder bei Krankheiten und in Stresssituationen besteht oft ein erhöhter Bedarf an Nährstoffen, der dementsprechend gedeckt werden sollte, um langfristig einen Mangel zu vermeiden und den Alterungsprozess nicht zu beschleunigen.

Die in unserer Gesellschaft häufig überkalorische Ernährung bei wenig ausgleichender Bewegung fördert zudem die Entstehung von Übergewicht, das eine Belastung für die Gelenke darstellt und zu frühzeitigen Verschleiß führen kann.

Wissenschaftliche Untersuchungen an Ratten haben gezeigt, dass die Reduzierung der Nahrungsmenge, das heißt eine niederkalorische Ernährung, möglicherweise die Lebensdauer verlängern kann. Eine Untersuchung zu Ernährungsgewohnheiten bei Menschen, die sehr alt geworden sind, hat gezeigt, dass einige von ihnen so genanntes Dinner Cancelling betrieben, das heißt abends keine Nahrung mehr zu sich genommen haben und damit auch ihre gesamte Energiezufuhr eingeschränkt haben. Hungern kann die Ausschüttung von Wachstumshormon anregen, was den Alterungsprozess verzögern kann.

Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist für die normale Funktion des Organismus und die Ausschwemmung der täglich anfallenden Gift- und Abfallstoffe sehr wichtig. Der tägliche Flüssigkeitsverlust beträgt ca. 2 Liter und sollte in gleichem Maße mit Hilfe von kalorienarmen Getränken wieder aufgefüllt werden, um Körperfunktionen auf Dauer nicht zu behindern.

Freie Radikale schädigen das Gewebe und beschleunigen das Altern
Der Alterungsprozess wird auch zu einem bedeutenden Teil durch freie Radikale mitbeeinflusst. Als freie Radikale gilt eine Gruppe besonders reaktionsfreudiger chemischer Verbindungen, die im Körper unter normalen Bedingungen, aber vor allem unter erhöhter Stoffwechselbelastung entstehen. Dazu gehören zum Beispiel verstärkte Muskeltätigkeit, exzessiver Sport, Rauchen, übermäßiger Genuss von Alkohol aber auch Bestrahlung oder UV Einstrahlung. Wenn freie Radikale nicht ausreichend vom Körper unschädlich gemacht werden, können sie das körpereigene Gewebe schädigen, die Verkalkung der Blutgefäße beschleunigen, die Erbinformation der Zelle verändern und letztendlich so auch die Entstehung von Krebs fördern.

Die so genannten Antioxidantien in der Nahrung wie Vitamin A, C, E und Beta-Carotin schützen den Körper vor den freien Radikalen und bauen sie im Körper ab. Eine ausreichende Zufuhr dieser Antioxidantien über die Nahrung stellt also eine wichtige Prävention vor vorzeitigen Alterungserscheinungen und Entstehung von Krankheiten dar. Die übermäßige zusätzliche Einnahme von bestimmten Antioxidantien kann aber auch schädlich sein, so steigt zum Beispiel das Risiko von Lungenkrebs bei Rauchern, die zusätzlich eine hohe Dosis an Beta-Carotin einnahmen.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
Tipp