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Bewegung hält (auch) die grauen Zellen fit

Sport: Training fürs Gehirn

Bewegung hält (auch) die grauen Zellen fit


Sport stärkt auch die grauen Zellen Viele gute Gründe sprechen für ein regelmäßiges körperliches Training: Es hält die Figur in Form, stärkt den Bewegungsapparat, kurbelt Stoffwechsel und Immunsystem an und ist auch für die Herzgesundheit wichtig. Heute weiß man, dass Sport auch gegen Depressionen wirkt und sogar die grauen Zellen fit hält. Die Effekte eines solchen „Bewegungsprogramms“ scheinen sogar im Gehirngewebe nachweisbar zu sein – das zeigt jetzt eine aktuelle Studie schottischer Wissenschaftler.


Schwimmen, Radfahren, Joggen – wer sportlich aktiv ist, tut viel für seine Gesundheit: Denn ein regelmäßiges Sportprogramm wirkt nicht nur überflüssigen Pfunden entgegen, sondern stärkt den Bewegungsapparat und kann auch vor Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einigen Krebsarten schützen. Mittlerweile ist bekannt, dass sich Sport auch positiv auf Psyche und Gehirnfunktionen auswirkt. Dass gerade Senioren auch im Hinblick auf ihre mentale Fitness davon profitieren können, zeigt jetzt eine aktuelle Studie schottischer Wissenschaftler.

Bewegung: Positive Effekte auf das Gehirngewebe


Graue Zellen - Weiße ZellenEin Forscherteam der Universität Edinburgh in Schottland untersuchte im Rahmen einer Studie mit 691 Teilnehmern (Alter: über 70 Jahre) den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und dem Gehirngewebe über einen Zeitraum von drei Jahren. Erfasst wurde neben dem Ausmaß sportlicher Betätigung der Studienteilnehmer auch, ob und in welchem Umfang sie stimulierenden Beschäftigungen wie z. B. Lesezirkeln oder sozialen Projekten nachgingen. Zur Untersuchung des Gehirngewebes kam ein spezielles bildgebendes Verfahren, die sogenannte Magnetresonanztherapie (MRT), zum Einsatz. Die Studienergebnisse zeigen, dass die weiße Substanz bei sportlich aktiven Personen in einem besseren Zustand war, als bei weniger aktiven Teilnehmern. Darüber hinaus konnte bei den „Sportlern“ auch mehr graue Substanz nachgewiesen werden als bei ihren eher geruhsamen Altersgenossen. Die Wissenschaftler schlussfolgerten aus diesen Resultaten, dass regelmäßiges Training dem altersbedingten Verlust von Gehirnsubstanz (Hirnatrophie) entgegenwirken und die weiße Substanz schützen könne. Dabei muss es nicht immer gleich ein ambitioniertes Trainingsprogramm sein – auch tägliches Spazierengehen scheint bereits positive Effekte zu haben.

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Autor: Gesundheitsberatung.de 
Letzte Änderung am: 16.07.2014
 
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