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Nicht zu empfehlende Diäten

Checkliste: Daran erkenne ich eine unseriöse, nicht empfehlenswerte Diät

Diese Checkliste hilft Ihnen dabei zu erkennen, ob ein Diät-Programm oder ein Schlankheitsmittel unseriös ist. Mit Hilfe dieser Checkliste fallen Sie in Zukunft nicht mehr auf irreführende Werbung und mysteriöse Wundermittel herein. Hände weg von allen Pillen, Pulvern oder zweifelhaften Diäten, auf die eine oder mehrere der folgenden Aussagen zutreffen:

  • Prominente Persönlichkeiten oder Fachleute wie Ärzte, Apotheker oder Wissenschaftler bewerben das Produkt.
    Beispiel: "Dr. Müller von der Gesundheitsbehörde bestätigt, dass die Pille XY nachweislich wirkt."
    Häufig handelt es sich um erfundene Personen oder Institutionen. Nebenbei bemerkt ist die Werbung mit Ärzten und deren Symbolen verboten.

  • Es wird eine Erfolgsgarantie gegeben.
    Beispiel: "Dr. Maier garantiert eine Gewichtsabnahme von 40 Pfund und mehr in 2 Wochen - sonst Geld zurück."
    Niemand kann und darf derartige Garantien geben; sie sind wissenschaftlich nicht haltbar. Solche Garantien zu geben ist verboten.

  • Es werden unrealistische Erwartungen geweckt.
    Beispiel: "40 Pfund in 2 Wochen - und das ohne zu hungern!"
    Selbst durch eine Nulldiät können Sie innerhalb einer Woche höchstens 4 kg an Gewicht verlieren.
    Während einer sinnvollen Diät können Sie pro Woche 1-2 kg verlieren, und zwar auf eine für den Körper verträgliche Art und Weise.

  • Es wird suggeriert, Sie könnten essen wie bisher und nähmen trotzdem ab.
    Beispiel: "Sie brauchen keine Diät zu machen. Im Gegenteil: Sie können alles essen, was Ihnen schmeckt."
    Diese Aussage ist irreführend. Nur durch Verringerung der Energiezufuhr oder durch Erhöhung des Energieverbrauches (durch Sport und Bewegung) kann das Körpergewicht reduziert werden. Wenn Sie essen wollten wie bisher, müssten Sie Ihren Energieverbrauch stark anheben.

  • Es werden gesundheitsbezogene Aussagen gemacht.
    Beispiel: "Durch das Produkt XY werden Krankheiten gelindert."
    Derartige Aussagen sind häufig wissenschaftlich umstritten oder gar widerlegt. Nebenbei bemerkt ist es verboten, mit gesundheitsbezogenen Aussagen für Lebensmittel zu werben.

  • Bei Ihnen werden Ängste geschürt.
    Beispiel: "Die Ursache vieler Krankheiten sind in einer kranken Darmflora zu suchen: Der Tod sitzt im Darm! Durch Produkt XY regeneriert sich Ihr Darm."
    Es ist verboten, mit Aussagen zu werben, die Angst hervorrufen.

  • Es werden "Vorher-Nachher-Fotos" abgebildet.
    Bei besonders Eindrucksvollen "Vorher-Nachher-Fotos" handelt ist sich meist um Fotomontagen.

  • Es werden Erfahrungsberichte oder Dankesschreiben abgedruckt.
    Beispiel: "Früher war ich dick und unsportlich. Dank XY habe ich es nun geschafft: Ich bin schlank und fühle ich glücklich. Was ich kann, schaffen Sie auch - mit XY!"
    Solche Geschichten sind meist frei erfunden. Nebenbei bemerkt ist es verboten mit derartigen Erfahrungsberichten zu werben, wenn damit der Eindruck erweckt wird, dass der Empfänger der Werbung ebenfalls erfolgreich sein wird.

  • Es werden "Wundermittel" angepriesen.
    Beispiel: "Hochwirksame Biostoffe, wiederentdeckte Algenmedizin, Stoffwechselentschlacker, spezielle Formel oder spezielle Kombination von ...".
    Diese Mittel sind im besten Fall wirkungslos oder ihre Wirkung konnte nicht nachgewiesen werden. Im schlimmsten Fall sind sie gesundheitsgefährdend.

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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