Tipp

Naturstoff Chininsulfat effektiv bei Muskelkrämpfen

Muskelkrämpfe vermeiden

Naturstoff Chininsulfat effektiv bei Muskelkrämpfen


Chininsulfat aus dem Chinarindenbaum hilft bei Krämpfen Nur Sportler haben Muskelkrämpfe? Von wegen! Fast 40 Prozent der Erwachsenen haben regelmäßig mit Muskelkrämpfen zu tun. Besonders schmerzhaft: Der nächtliche Wadenkrampf. Viele denken dann sofort an einen Mineralstoffmangel. Das ist allerdings nicht immer die Ursache. So weisen Experten vielmehr darauf hin, dass bei Krämpfen eine gestörte Reizübertragung vom Nerv auf den Muskel bzw. eine Erschöpfung des Muskels eine zentrale Rolle spielt. Der Naturstoff Chininsulfat setzt genau hier an und eignet sich daher sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von Muskelkrämpfen. Dies bestätigen aktuelle Studien.

Viele kennen es: Plötzlich ziehen sich die Muskeln in der Wade zusammen – ein schmerzhafter Muskelkrampf. Frauen sind häufiger betroffen als Männer und das Risiko für Muskelkrämpfe steigt mit zunehmendem Alter. Besonders weit verbreitet sind nächtliche Wadenkrämpfe – an erholsamen Schlaf ist dann kaum mehr zu denken. Nicht verwunderlich, dass Konzentration und Wohlbefinden leiden können.

Ursachenforschung: Was löst Muskelkrämpfe aus?
Zahlreiche Faktoren können Muskelkrämpfe begünstigen, so etwa Alkohol- und Zigarettenmissbrauch, Schlafmangel, Fehlstellungen der Füße oder Beine, bestimmte Medikamente, Durchblutungsstörungen und ein Mineralstoffmangel. Allerdings denken bei einem Wadenkrampf viele in erster Linie nur an einen Magnesiummangel. Diese Erklärung wurde in den letzten Jahren allerdings teilweise revidiert. Denn heute ist bekannt, dass oftmals das feine Zusammenspiel verschiedener körpereigener Substanzen gestört ist, wenn sich Muskeln unkontrolliert zusammen ziehen. Hier spielt der Botenstoff Acetylcholin eine zentrale Rolle: Er leitet den elektrischen Impuls des Nervs an den Muskel weiter – der Muskel zieht sich zusammen und eine kontrollierte Bewegung erfolgt. Ist der Botenstoff aufgebraucht, entspannt sich der Muskel wieder. Kommt es zu einer Störung dieser sensiblen Kommunikation zwischen Nerv und Muskel, droht ein unkontrollierter Wechsel von Anspannung und Entspannung. Die Nervenzellen senden dann bis zu zehnmal mehr Impulse an den Muskel. Auf die drohende Überlastung reagiert das Gehirn mit einer Schutzreaktion und gibt den Befehl, den Muskel zu entspannen. Diese widersprüchlichen Signale lösen Chaos im Muskel aus − die Folge: Ein meist schmerzhafter Muskelkrampf.

Erschöpfungskrämpfe – wenn die „Batterie“ im Muskel leer ist
Einen weiteren Aspekt der Krampfentstehung – die Erschöpfung des Muskels - unterstreichen die Ergebnisse einer neuen Studie. Die Voraussetzung dafür, dass Bewegungen ausgeführt werden können, ist das Vorhandensein von ausreichend Energie im Muskel. Der Muskel ist daher darauf angewiesen, dass der körpereigene Energiebaustein ATP (kurz für „Adenosintriphosphat“) in ausreichender Menge verfügbar ist. Ist die „Batterie“ des Muskels leer, kann dies zur Folge haben, dass die Kommunikation zwischen Nerv und Muskel ins Stocken gerät und schmerzhafte Krämpfe ausgelöst werden.

Der Naturstoff Chininsulfat wirkt entkrampfend
Chininsulfat ist ein hochwirksamer Naturstoff, der für seine entkrampfenden Eigenschaften bekannt ist. Chinin wird aus der Rinde des Chinarindenbaumes gewonnen und ist schon seit Jahrhunderten bekannt. Heute wird die Substanz pharmazeutisch zubereitet als Chininsulfat bei Muskelkrämpfen eingesetzt. Als „peripheres Muskelrelaxans“ wirkt Chininsulfat genau dort, wo der Krampf entsteht: An der Verbindungsstelle zwischen Nerv und Muskel. Chemisch-synthetische Mittel, die ihre muskelentspannende Wirkung über das Gehirn entfalten (sogenannte zentral wirksame Muskelrelaxantien) haben häufig den Nachteil, dass sie müde machen und die Reaktionszeit negativ beeinflussen. Chininsulfat hingegen wirkt selektiv, das heißt konkret: Es kann zwischen der normalen Muskelfunktion und starken Reizen, die bei Krampfanfällen typisch sind, unterscheiden. Es dämpft die Übererregbarkeit der Muskulatur – ohne müde zu machen und ohne die Muskelfunktion zu beeinträchtigen.

Neue Studie: Chininsulfat bei erschöpfungsbedingten Muskelkrämpfen
Jetzt haben aufwendige Untersuchungen direkt an Muskelzellen gezeigt: Chininsulfat kann eine erschöpfungsbedingte Krampfneigung der Muskulatur herabsetzen. Dabei spielen zwei Mechanismen eine zentrale Rolle. Denn die Wissenschaftler stellten fest, dass unter dem Einfluss von Chininsulfat die „Batterie“ des Muskels quasi wieder aufgeladen werden konnte. Zudem bewirkte Chininsulfat auch eine deutliche Verzögerung des Energieverlusts. Durch diese beiden Effekte wird die Wahrscheinlichkeit eines Muskelkrampfes ausgesprochen wirksam gesenkt.  Experten betonen daher immer wieder die bedeutungsvolle Wirkung, die Chininsulfat auf stark beanspruchte oder krampfanfällige Muskulatur ausübt.


Chininsulfat verringert Häufigkeit, Intensität und Dauer von Muskelkrämpfen
Diese positiven Resultate aus dem wissenschaftlichen Labor werden durch die überzeugenden Ergebnisse einer aktuellen Praxisstudie untermauert. Insgesamt nahmen mehr als 100 Patienten an dieser Studie teil, die mehr oder weniger regelmäßig von nächtlichen Wadenkrämpfen betroffen waren. Durch eine Behandlung mit Chininsulfat wurden bemerkenswerte Erfolge erzielt: Bei 80 Prozent der Probanden wurden die Häufigkeit und die Intensität der nächtlichen Wadenkrämpfe deutlich verringert. Zusätzlich konnte auch die Dauer der Krämpfe durch die Behandlung mit Chininsulfat erheblich verkürzt werden. Die Wirksamkeit wurde von mehr als 90 Prozent der Patienten als „sehr gut“ oder „gut“ eingestuft. Des Weiteren wurde auch eine reduzierte Schmerzintensität festgestellt. Diese Beobachtung führen Experten auf die direkt schmerzlindernden Eigenschaften von Chininsulfat zurück. Denn Chininsulfat verhindert am Übergang zwischen Nerv und Muskel nicht nur die Krampfentstehung sondern auch die Freisetzung von schmerz- und entzündungsfördernden Botenstoffen – letzteres ist mit den Effekten von bekannten Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure, Diclofenac und Ibuprofen vergleichbar.

Zusammenfassend lässt sich feststellen: Chininsulfat stellt ein hochwirksames und zugleich schonendes Mittel für alle dar, die von Muskelkrämpfen geplagt werden und diese bereits im Ansatz bekämpfen wollen.

Weitere Nachrichten aus Medizin und Forschung

 

Autor: Gesundheitsberatung.de 
Letzte Änderung am: 16.07.2014
 
Tipp