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Häufiger Fischverzehr senkt das Rheuma-Risiko

Neue Studie

Häufiger Fischverzehr senkt das Rheuma-Risiko

Studie: Fischverzehr senkt Rheuma-Risiko Mit dem Begriff Rheuma werden im Volksmund verschiedene Erkrankungen bezeichnet, die mit Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates einhergehen. Die sogenannte rheumatoide Arthritis (RA) ist die häufigste Form der Erkrankung und betrifft besonders oft Frauen. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die z. B. in bestimmten Fischen enthalten sind, scheinen aufgrund ihrer antientzündlichen Effekte über eine gewisse Schutzwirkung gegen die Entwicklung einer RA zu verfügen. Diese Beobachtung wird durch die Ergebnisse einer aktuellen schwedischen Studie des renommierten Karolinska Instituts untermauert.

Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung. Man geht davon aus, dass alleine in Deutschland rund 800.000 Menschen betroffen sind. Die Entzündung in den Gelenken betrifft meist Finger und Zehen und macht sich durch Schwellungen, Druckempfindlichkeit und Schmerzen bemerkbar. Typisch ist auch, dass sich die Gelenke morgens nach dem Aufstehen kaum bewegen lassen (Morgensteifigkeit). Seit Langem ist bekannt, dass die Beschwerden und der Krankheitsverlauf auch durch die Ernährungsweise beeinflusst werden können. Darüber hinaus scheint der regelmäßige Verzehr von Kaltwasserfischen eine wichtige Schutzwirkung zu haben.

Omega 3-Fettsäuren & Rheuma
Omega 3-Fettsäuren zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und können vom Körper nicht selbst gebildet werden. Sie kommen nur in wenigen Lebensmitteln in relevanten Mengen vor: Vor allem Kaltwasserfische (z. B. Hering, Makrele, Thunfisch) und Pflanzenöle (z. B. Leinöl) weisen höhere Gehalte auf. Omega 3-Fettsäuren verfügen über antientzündliche Wirkungen und können daher bei zahlreichen Erkrankungen wie z. B. rheumatoider Arthritis als ergänzende Maßnahme zu einer gezielten Behandlung hilfreich sein. Zudem scheinen Omega 3-Fettsäuren auch in puncto Vorbeugung von Bedeutung zu sein – darauf weisen die Ergebnisse einer aktuellen schwedischen Studie hin.

Neue Studie: Häufiger Fischverzehr reduziert das Rheuma-Risiko
Im Rahmen einer Studie untersuchten schwedische Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Omega 3-Fettsäuren über die Nahrung und dem Auftreten der rheumatoiden Arthritis. Dazu wurden die Daten von mehr als 32.000 Frauen ausgewertet, die 1987 und zehn Jahre später detaillierte Angaben zu ihren Ernährungsgewohnheiten gemacht hatten. Bei den meisten Teilnehmerinnen hatten sich die Verzehrgewohnheiten nicht geändert. Anhand der Antworten konnte das Forscherteam die aufgenommene Menge an Omega 3-Fettsäuren berechnen und mit der Anzahl der Teilnehmerinnen in Beziehung setzen, bei denen in den Folgejahren eine rheumatoide Arthritis diagnostiziert wurde. Dabei stellten die Wissenschaftler fest: Ein Verzehr von durchschnittlich mehr als 0,21 Gramm Omega 3-Fettsäuren pro Tag (entspricht dem Verzehr von einem Kaltwasserfisch pro Woche) war mit einer Reduktion des Rheuma-Risikos um 35 Prozent verbunden.

Um eine mögliche protektive Wirkung von Omega 3-Fettsäuren im Hinblick auf die Entwicklung der rheumatoiden Arthritis zweifelsfrei zu belegen, sind weiterführende Studien erforderlich. Grundsätzlich empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ein- bis zweimal in der Woche Fisch zu essen.

Weitere interessante Informationen rund um Omega-3-Fettsäuren finden Sie hier:

http://www.vitalstoffe-lexikon.de/vitalstofflexikon/fettsaeuren-omega-3.html





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Autor: Gesundheitsberatung.de 
Letzte Änderung am: 16.07.2014
 
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