System
Das allgemein als Herzschrittmacher bezeichnete System besteht aus dem Aggregat, das den Impulsgenerator, die Elektronik und die Batterie enthält, sowie einer oder mehrere Elektroden. An das Aggregat, das nur etwa 3,5 x 4,5 cm groß ist und etwas flacher als eine Streichholzschachtel, werden je nach Typ ein oder zwei dünne Elektrodenkabel angeschlossen, die im Herz entweder in den Vorhof, in die Kammer oder in beide führen, wo bei der Implantation eine elektrische Verbindung zum Herzmuskel hergestellt wird.
Elektroden fest mit dem Herzmuskel
verbunden
Die dünnen Elektrodenkabel lassen
sich so formen, dass eine optimale Positionierung im Atrium
(Vorhof) oder im Ventrikel (Herzkammer) möglich ist. Ein
Elektrodentyp ist an seinem Ende ankerartig ausgebildet, so dass
sich dieses Elektrodenende in den Trabekeln (Wülste aus
Muskelfasern) der rechten Herzkammer "festhakt". Ein anderer
Elektrodentyp wird mit einer winzigen Schraube im Muskelgewebe des
Herzvorhofs (Atrium) fixiert. Beide Elektrodentypen gehen nach
einiger Zeit eine feste Verbindung mit dem Herzmuskel ein, bereits
nach wenigen Wochen sind sie nur noch schwer zu entfernen.
Gerät zeichnet Daten auf und passt die Herzfrequenz
an
Über die dünnen Kabel erhält das
Herzschrittmacher-Aggregat laufend Informationen über den
Herzrhythmus und überprüft dann durch Vergleich mit
seinen programmierten Daten, ob das Herz zu langsam oder zu schnell
schlägt und ob die Funktion regelmäßig oder
unregelmäßig ist. Daten über Rhythmusstörungen
werden gespeichert. Wenn z.B. der Herzschrittmacher eine zu
langsame Herzfrequenz feststellt, gibt er elektrische Signale ab,
die über die Elektroden zum Herzen geleitet werden und es zu
schnellerem Schlagen anregen. Die Batterie, die die erforderliche
Energie liefert, hält etwa 5-12 Jahre, je nach Beanspruchung.
Dann wird ein Aggregatwechsel
erforderlich.
Programmierung und Anpassung durch den spezialisierten
Arzt
Alle Daten, die der Herzschrittmacher
speichert, können vom Arzt mit einem speziellen Gerät abgerufen werden. Zu dem
Gerät gehört ein Magnetkopf, der auf die Haut über
dem Herzschrittmacher gelegt wird und dort die gewünschten
Daten empfängt und weiterleitet. Anhand dieser Daten kann der
Arzt dann die weitere Behandlung und auch die Einstellungen des
Schrittmachers genau auf die Bedürfnisse des Trägers
anpassen.
Heute gibt es für unterschiedliche Anforderungen einige verschiedene Schrittmachertypen.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
