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Implantate: Einzelzahnverlust

Camlog LogoAls Einzelzahnersatz findet ein Implantat Anwendung, wenn ein Zahn innerhalb des Zahnbogens verloren gegangen ist. Diese Situation kann durch eine Verletzung (Gewalteinwirkung/Sturz) eingetreten sein oder ein Zahn war aufgrund tiefer Zerstörung oder Entzündung nicht erhaltungswürdig und musste entfernt werden.

Um eine solche Lücke zu schließen, bieten sich folgende Lösungsmöglichkeiten an:

  • Die konventionelle Brückenversorgung:
    Die benachbarten Zähne müssen beschliffen und überkront werden, um den in ihrer Mitte fehlenden Zahn zu ersetzen.

  • Die Adhäsivbrücke:
    Mittels "Klebeverfahren" wird der fehlende Zahn ersetzt, bei lückiger Zahnstellung ist dies jedoch nicht möglich.

  • Der kieferorthopädische Lückenschluss:
    Er ist ebenfalls nicht in jeder Situation anwendbar, kann zu funktionellen Problemen führen und erfordert eine lange Behandlungsdauer.

  • Die Teilprothese:
    An einer herausnehmbaren Prothese, die mittels Klammern an den Restzähnen verankert wird, ist der fehlende Zahn befestigt. Dies sollte stets nur eine vorübergehende Lösung sein.

  • Die Implantatversorgung:
    An der Stelle des fehlenden Zahnes wird ein Implantat als "künstliche Zahnwurzel" gesetzt und anschließend mit einer Einzelkrone versorgt.

Vorteile des Implantats
Das Implantat bietet gegenüber den zuvor genannten Alternativen folgende Vorteile:

  • Die Nachbarzähne müssen nicht für die Aufnahme einer Brücke beschliffen werden, das heißt Zahnhartsubstanz wird geschont.

  • Die Versorgung mit einem Einzelzahnimplantat ist auch bei lückiger Zahnstellung möglich, da die ehemalige Situation wiederhergestellt werden kann.

  • Gegenüber allen Alternativen hat die Implantation den Vorteil, dass sie einem weiteren Knochenabbau in diesem Bereich vorbeugt.

Eingeschränkt wird eine Implantatversorgung durch ein zu geringes Knochenangebot in Breite und Höhe. Hier sollte vorbereitend oder implantationsbegleitend ein Knochenaufbau erfolgen. Aber auch eine schlechte Weichgewebssituation, die im ästhetisch sichtbaren Bereich keinen schönen Übergang zum Zahnfleisch oder den Nachbarzähnen zulässt, sollte bei Bedarf korrigiert werden.

In der Regel sollte zur Erzielung eines optimalen Ergebnisses die oben genannte Einheilzeit von drei Monaten im Unterkiefer und sechs Monaten im Oberkiefer eingehalten werden.

Ein Implantataufbau (Suprakonstruktion) zeigt einen Vorteil gegenüber konventionellen Versorgungen, da die Aufbauteile für Implantate konfektioniert sind und damit die anschließende Passgenauigkeit der Versorgung garantiert ist. Ebenso wie bei der herkömmlichen Herstellung von Keramikkronen kann auch hier der Patient über Form und Farbe seiner Krone mitbestimmen.


Sie haben hierzu weitere Fragen? Dr. med. Dr. med. dent. Norbert Schmitz-Koep beantwortet Ihre Fragen zu kosmetischer Zahnmedizin auf QualiMedicPlus.


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Autor: Dr. med. Dr. med. dent. Stefan Berg http://www.dr-dr-stefan-berg.de

 

Autor: Dr. med. Dr. med. dent. Stefan Berg 
Letzte Änderung am: 14.04.2008
 
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