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Zahnfehlstellungen

Zahnfehlstellungen können durch eine Fehlstellung der Zähne oder der Kiefer zueinander entstehen. Typische Zahnfehlstellungen sind im Gegensatz zum normalen Biss ("Neutralbiss"):

  • Kreuzbiss,

  • offener Biss,

  • Überbiss (Prognathie),

  • verkehrter Überbiss (Progenie),

  • Engstand und

  • Deckbiss ("tiefer Biss").

Kreuzbiss
Der Kreuzbiss gehört zu den häufigen Fehlstellungen. Er kann einen oder mehrere Zähne betreffen, nur im vorderen Bereich des Gebisses sein oder auch durch ein Missverhältnis der Kieferknochen zueinander entstehen. Beim Zusammenbeißen sieht man die Höcker eines oder mehrerer unterer Zähne vor den oberen stehen.

Offener Biss
Der offene Biss bleibt meist aus der Zeit der Milchzähne übrig und entsteht oft durch schlechte Angewohnheiten wie Daumenlutschen (siehe auch "Fehlstellungen der Zähne im Milchgebiss"). Dabei zeigt sich eine deutliche, oft kreisförmige Lücke zwischen den Zähnen des Ober- und Unterkiefers. Je nachdem, ob der Unterkiefer zu weit vor oder hinter dem Oberkiefer schließt, spricht man vom Mesial- oder Distalbiss.

Überbiss (Prognathie)
Eine Prognathie ist vorhanden, wenn das Größenverhältnis zwischen Ober- und Unterkiefer so gestört ist, dass die oberen Zähne viel zu weit vor den unteren Zähnen stehen.

Verkehrter Überbiss (Progenie)
Eine Progenie ist vorhanden, wenn ein verkehrter Überbiss besteht. Beim Zusammenbeißen stehen die unteren Zähne vor den oberen Zähnen.

Engstand
Wenn im Kieferbogen zu wenig Platz für die durchbrechenden Zähne vorhanden ist, spricht man von einem Engstand.

Deckbiss ("tiefer Biss)
Bei einer Steilstellung der Frontzähne im Oberkiefer handelt es sich um einen Deckbiss, auch "tiefer Biss" genannt. Die oberen Frontzähne bedenken beim Zusammenbeißen die Frontzähne im Unterkiefer.

Korrekturen von Zahnfehlstellungen können in der Kieferorthopädie grundsätzlich in jedem Lebensalter durchgeführt werden.


Zahnfehlstellungen beim Milchgebiss

In der Kieferorthopädie wird die Korrektur von Fehlstellungen der Zähne vorgenommen. Dabei ist zwischen Fehlstellungen der Zähne im Milchgebiss und im Wechselgebiss zu unterscheiden.

Milchgebiss
Das Milchgebiss umfasst den Zeitraum vom Kleinkindalter bis etwa zum sechsten Lebensjahr, das Wechselgebiss den Zeitraum zwischen dem ersten bleibenden Zahn (etwa im sechsten Lebensjahr) bis zum Ende des Zahnwechsels (etwa im 15. Lebensjahr). Die Milchzähne im Milchgebiss sorgen im Kleinkindalter für die ersten Schritte der Nahrungsaufnahme. Anschließend werden sie wieder abgestoßen und durch neue Zähne ersetzt, die dann nach Möglichkeit das ganze Leben lang der Aufnahme bzw. Zerkleinerung von Nahrung dienen sollen. Dieser "Umbau im Mund" dauert mehrere Jahre; das Resultat sollte sollte ein gesundes, funktionsfähiges und auch ästhetisch ansprechendes Gebiss sein.

Zahnfehlstellungen
Eine Zahnfehlstellung ist eine Fehlstellung der Zähne / Kiefer zueinander. Fehlstellungen der Zähne im Milchgebiss können zum Beispiel durch schlechte Angewohnheiten wie Daumenlutschen entstehen. Diese Angewohnheiten verschwinden jedoch oft von selbst oder können durch entsprechende erzieherische Maßnahmen in den Griff bekommen werden. Aber auch während der Entwicklung vom Milch- zum Wechselgebiss kann es passieren, dass neue Zähne falsch stehen. Da jedoch nicht alle dieser Fehlstellungen auf das bleibende Gebiss übertragen werden, ist es oft nicht sinnvoll, schon beim Milchgebiss (also im Vorschulalter) mit einer Regulierung der Zähne zu beginnen. Dies muss der behandelnde Zahnarzt, am besten ein Kieferorthopäde, individuell beurteilen.

Eine Regulierung im Milchgebiss ist erforderlich bei

  • Kreuzbiss,

  • Überbiss (Prognathie),

  • verkehrtem Überbiss (Progenie),

  • Lutschgewohnheiten und

  • Lippen-Kiefer-Gaumenspalte.


Zahnfehlstellungen beim Wechselgebiss

In der Kieferorthopädie wird die Korrektur von Fehlstellungen der Zähne vorgenommen. Dabei ist zwischen Fehlstellungen der Zähne im Wechselgebiss und Fehlstellungen im Milchgebiss zu unterscheiden.

Wechselgebiss
Anschließend an das Milchgebiss umfasst das Wechselgebiss den Zeitraum zwischen dem ersten bleibenden Zahn (etwa im sechsten Lebensjahr) bis zum Ende des Zahnwechsels (etwa im 15. Lebensjahr).

Im Rahmen der Frühbehandlung werden im Wechselgebiss die meisten Korrekturen benötigt. Am Anfang kann man auch bereits feststellen, ob es überzählige Zähne gibt oder ob bestimmte Zähne gar nicht angelegt sind. Auch das Verhältnis der Kiefer zueinander kann in diesem Alter bereits bestimmt werden - ebenso wie das Knochenwachstum und die Wachstumstendenz.

Von einer Spätbehandlung im Wechselgebiss spricht man, wenn alle bleibenden Zähne bereits durchgebrochen sind.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 10.12.2007
 
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