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Vollgusskronen

Vollgusskronen werden umgangssprachlich auch als Goldkronen oder Vollmetallkronen bezeichnet. Sie bestehen normalerweise aus einer hochwertigen Goldlegierung. Je nach sozialem Status des Patienten sind auch "Sparlegierungen" (goldreduziert, edelmetallfrei) möglich. Wenn sich noch andere Metalle im Mund befinden, besteht hier allerdings die Gefahr der Korrosion. Um diese möglichst gering zu halten, sind hochwertige Goldlegierungen empfehlenswert. Die Mehrkosten für den höheren Goldanteil liegen bei etwa 100 DM pro Vollkrone - eine durchaus lohnende Investition.

Einsatzgebiete
Vollgusskronen kommen vor allem im nicht sichtbaren Backenzahnbereich zum Einsatz. Sie werden vornehmlich zur Wiederherstellung eines zerstörten Zahnes verwendet. Vollgusskronen dienen bei herausnehmbaren Zahnersatz auch als Schutzkrone unter einer Halteklammer.

Vorteile:

  • Sehr langlebig, von den Materialeigenschaften her nur sehr selten störanfällig

  • Preiswerteste Kronenart, da zahntechnisch kein erhöhter Aufwand nötig ist

  • Gute biologische Verträglichkeit bei sauberer Präparation und hochwertiger Legierung

Nachteile:

  • Ästhetisch mangelhaft

  • Metall (Gold) ist ein guter Temperaturleiter, daher am Anfang starke Temperaturempfindlichkeit möglich

  • Beim Vorhandensein anderer Metalle an den Nachbarzähnen und / oder im Gegenbiss kann es zu Geschmacksstörungen und oberflächlichen Korrosionen kommen

Präparationsarten sind meist hohlkehlförmige oder eine Mischform 'hohlkehl-tangential', seltener rein tangential oder stufenartig.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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