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Massagen - nicht nur gegen Verspannungen wirksam

Positive Effekte auf das Muskelgewebe


Massagen – nicht nur gegen Verspannungen wirksam


positive Effekte auf das Muskelgewebe

Massagen werden traditionell angewendet, um Verspannungen zu lösen und Schmerzen zu lindern. Dass die speziellen Knetbewegungen aber auch einen positiven Einfluss auf verschiedene Messwerte im Muskelgewebe haben, konnte jetzt erstmals durch ein kanadisches Forscherteam gezeigt werden.

Nicht nur in der Sportmedizin sind Massagen eine erprobte Methode, um muskuläre Verspannungen zu lösen und damit verbundene Schmerzen zu lindern. Die Auswirkungen, die eine Massagebehandlung auf das Muskelgewebe bzw. verschiedene Zellfunktionen hat, wurden allerdings laut der Autoren bisher noch nicht untersucht. Im Rahmen einer aktuellen Studie der Universität Hamilton (Ontario, Kanada) untersuchte ein Forscherteam die Effekte einer professionellen zehnminütigen Beinmassage nach 70-minütigem sportlichem Radfahren auf dem Ergometer. Dabei wurde bei jedem Probanden jeweils nur ein Bein massiert. Vor und nach der Massage wurden Muskelbiopsien aus dem massierten und dem nicht massierten Bein entnommen, die auf Veränderungen von Entzündungszeichen und verschiedene Zellfunktionen untersucht wurden.

Studie zeigt: Durch Knetbewegungen werden Entzündungszeichen „wegmassiert“


Die Untersuchung ergab, dass durch die Massagebehandlung verschiedene Entzündungsstoffe (z. B. Tumornekrose-Faktor alpha, Interleukin 6), die bei starker Belastung von Muskelfasern freigesetzt werden, reduziert werden konnten. Darüber hinaus scheinen die Massagebewegungen auch bestimmte Prozesse zu stimulieren, die die Bildung von Mitochondrien („Kraftwerke der Zellen“) fördern - auf diese Weise könnte sich eine professionelle Massage auch positiv auf die Leistungsfähigkeit von Sportlern auswirken.

Weiterführende Studien erforderlich


Ob die Verminderung der Entzündungszeichen und die vermehrte Bildung von Mitochondrien sich auf die muskuläre Gesundheit und die Leistungsfähigkeit von Sportlern auswirken und ob diese Ergebnisse z. B. auch auf für die Behandlung von Patienten mit entzündlichen Erkrankungen relevant sein könnten, muss durch weiterführende Studien untersucht werden.


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Autor: Gesundheitsberatung.de 
Letzte Änderung am: 16.07.2014
 
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