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Informationen zu salzarmer Ernährung

Zusätzliche Informationen zu natriumarmer Ernährung und Morbus Ménière
Die jüngsten Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das Innenohr an der Regulierung des Natriumhaushaltes im Körper beteiligt ist. Das durch Morbus Ménière geschädigte Ohr reagiert sehr empfindlich auf erhöhte Natriumwerte im Blut. Natrium (Na+) ist ein Grundbestandteil unserer Nahrung. Es verbindet sich mit Chlorid zu dem uns bekannten Speisesalz oder Kochsalz: NaCl. Unser Körper erhält die Konzentration von Natrium innerhalb eines engen Toleranzspielraums aufrecht. Störungen des Natriumhaushaltes im Körper sind glücklicherweise ausgesprochen selten. Da wir täglich über unsere Körperflüssigkeiten kleine Mengen von Natrium abgeben (über Schweiß, Urin, etc.), müssen wir diese Abgabe durch erneute Aufnahme von Natrium ausgleichen. Salztabletten und die Zufuhr von Elektrolyten können kurzfristige Salzverluste wie z.B. beim Sport wieder auffüllen. Sie sind allerdings unnötig bei Menschen, welche in warmem Klima leben, da sich der Körper sehr schnell anpasst und beim Schwitzen nicht mehr so viel Salz abgibt. Die meisten von uns machen sich über den Natriumhaushalt keine Gedanken, da die Nieren für den Erhalt der Natriumkonzentration im Blut sorgen, indem sie überschüssiges Salz ausscheiden. Wir lernen alle schon früh, dass Salz eine wichtige Substanz für uns ist und gewöhnen uns an Salz als Geschmacksgeber. Tatsächlich jedoch wurde Salz vor Einführung der modernen Gefrierkost vorwiegend als gängiges Konservierungsmittel verwendet.

Empfohlene Salzmengen
Gesundheitsbehörden empfehlen eine tägliche Natriumzufuhr von maximal 2.400 mg. Dies entspricht etwa einem Teelöffel Speisesalz. Diese Grenze wird leicht überschritten, denn bestimmte Nahrungsmittel enthalten viel Natrium, wir fügen unseren Speisen beim Kochen und auch später beim Essen viel Salz zu. Oft sind wir vom Salz als Geschmacksgeber nur allzu sehr abhängig. Sicher ist, dass es eines der kostengünstigsten Würzmittel darstellt. Vielen Menschen graut es vor einer salzarmen Ernährung. Diese ist jedoch einfacher als man denkt, denn unsere Geschmackspapillen passen sich der geringen Salzzufuhr schnell an und zuviel Salz wird bald als unangenehm empfunden. Experten sind der Ansicht, dass für unser gesundheitliches Wohlbefinden eine tägliche Zufuhr von 240 mg ausreicht. In der empfohlenen täglichen Tagesdosis von 1.500 mg ist somit noch ein großer Sicherheitsabstand enthalten.

Salz vermeiden
Der erste kritische Schritt besteht darin, mit dem Nachsalzen am Tisch aufzuhören und beim Kochen kein Salz mehr zuzusetzen. Der nächste Schritt besteht darin, Fertigessen zu vermeiden, welche häufig zur Konservierung und Geschmacksverstärkung größere Mengen Salz enthalten. Der dritte Schritt liegt im Vermeiden von Fast Food, also Hamburgern, Hot Dogs, Pizza, Kartoffelchips und Popcorn, bei welchen viel Salz verwendet wird. Der vierte Schritt liegt im bewussten Verzehr der erlaubten Salzmenge, d.h. der realistischen Einschätzung des Salzgehaltes der Nahrung. Rezepte mit Kräutern und Gewürzen liefern würzigen Geschmack und helfen dabei, den Salzkonsum schnell zu vergessen. Im Handel gibt es Salzersatz, welcher nach Salz schmeckt, jedoch natriumfrei ist.

Bedenken Sie, dass einige Nahrungsmittel den Salzgehalt in mg angeben. Etwa 40% davon machen den Natriumgehalt aus. Die Angaben in unseren Listen beziehen sich auf den Natriumgehalt in mg.

Zu vermeidende, natriumreiche Nahrungsmittel

Natriumarme Nahrungsmittel


Mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt von Medtronic Deutschland (© Medtronic Xomed, Inc. 2002).


 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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