Mundhygiene bei Chemotherapie
Gerade während einer Chemotherapie oder Strahlentherapie ist eine gute Mundhygiene unerlässlich, wenn auch oft sehr schwer durchführbar. Durch das Vermeiden massiver Zahnbeläge wird nämlich Karies und durch Bakterien entstehenden Mundschleimhaut-Erkrankungen vorgebeugt. Die extreme Behandlung des Körpers mit Zytostatika und oder Strahlenbehandlungen hat oft Mundschleimhaut-Entzündungen als Nebenwirkung zur Folge. Besonders vorhandene Herpessimplex-Viren und Pilze führen zu wiederholten Reinfektionen.
Sind Zahnfleisch und Mundschleimhaut nicht geschädigt, pflegen Sie Ihre Zähne ganz normal. Liegen leichte Traumatisierungen vor, wechseln Sie zu einer weichen Zahnbürste und verwenden Sie Mundspüllösungen nach Empfehlung Ihres Therapeuten. Bei stärkeren Entzündungen sollten Sie mit Ihrem Arzt abklären, ob die mechanische Reinigung vorerst eingestellt werden muss und nur medizinische Spüllösungen zum Einsatz kommen.
Grundsätzlich sollten Sie vor Beginn einer Chemo- bzw. Strahlentherapie Ihren Zahnarzt konsultieren. Abgestimmt mit Ihrem Hausarzt oder Onkologen kann er ein individuelles Zahnbehandlungsprogramm erstellen.
Dies beinhaltet in der Regel:
Zahnsanierung.
Durchführen notwendiger und Herdsanierung.
Bei Kindern mögliche Fissurenversiegelung.
Individuelle Mundhygiene-Instruktion.
Professionelle Zahnreinigung und Fluoridisierung.
Eventuell Herstellung individueller Fluoridgel-Träger zur Heimanwendung.
Planung zahnärztlicher Begleitmaßnahmen während der Therapie.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
