Mundhygiene und Ernährung
Mundhygiene und Ernährung gehören nicht nur bei der Kariesprophylaxe eng zusammen. Zahngesundheit, richtige Ernährung und körperliches Wohlbefinden stehen in engem Zusammenhang. Ihre Ernährung ist nicht alleine maßgeblich für den Zustand Ihrer Zähne, spielt aber eine entscheidende Rolle.
Gesunde, ausgewogene Mischkost mit einem geringen Anteil an Zucker hat sich als dauerhaft sinnvoll erwiesen und kann Karies und Parodontal-Krankheiten vorbeugen. Bevorzugen Sie grobfaserige, feste Nahrung. Vollkornbrot, Gemüse wie Mohrrüben, Kohlarten, Salate und Obst, bieten ideale Grundlagen. Schränken Sie Ihren Verbrauch an Zucker (besonders weißem, raffiniertem Industriezucker) stark ein. Häufiger Zuckerkonsum, vor allem in Form von Süßigkeiten und klebrigen Backwaren zwischen den Mahlzeiten, sind stark kariesfördernd. Essen Sie lieber einen süßen Nachtisch anstelle von Schokoriegeln zwischendurch.
Verbieten Sie Ihren Kindern aber bitte nicht alles Süße. Verbote reizen nur dazu, sie zu umgehen. Erlauben Sie lieber 1 bis 2 mal wöchentlich eine größere Portion Süßes, verbunden mit anschließendem Zähneputzen. Denn nicht die Zuckermenge ist für die Kariesbildung entscheidend, sondern die Häufigkeit und Dauer der Säureeinwirkung.
Geben Sie Ihrem Säugling keine Nuckelflasche mit gesüßten Getränken oder Obstsäften als abendliche Einschlafhilfe. Hier haben Zuckerstoffe und Kohlehydrate stundenlang Zeit, sich in Säuren umzuwandeln und auf die Zahnflächen einzuwirken. Folge solcher "Beruhigungsmittel" ist das "Nuckelflaschensyndrom" (Nursering-Bottle-Syndrom). Die Milchzähne Ihres Kindes werden kariös und dunkel verfärbt.
Beachten Sie generell folgende Ernährungsratschläge:
Möglichst selten Süßes; wenn ja, anschließend Zähneputzen.
Ernährung durch natürliche, vollwertige Mischkost.
Grobe, faserige Nahrung ist besser als weiche, klebrige.
Stillen Sie Ihren Hunger auf Süß mit Obst (keine Regel ohne Ausnahme: Bananen sind durch ihren hohen Gehalt an Kohlehydraten und Fruchtzucker, wie durch ihre starke Haftkraft an den Zähnen, sehr kariesfördernd).
Verwenden Sie weißen Industriezucker, Rohr- und Rübenzucker, Traubenzucker und Fruchtzucker sehr sparsam.
Wenn Bonbons sein müssen, auf zuckerfreie Alternativen umsteigen.
Alle Zuckeraustauschstoffe, außer Xylit, sind kariesfördernd. Nur der Entwicklungsprozess dauert länger als bei Zucker.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
