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Schnupfen

Schnupfen (Rhinitis)
ist eine Beeinträchtigung der Nasenschleimhaut und kommt bei verschiedener Erkrankungen vor. Bei einem Schnupfen ist die entzündete Nasenschleimhaut geschwollen, sodass die Nase für die Atemluft nicht mehr durchgängig ist. Eine Atmung durch die Nase ist nicht möglich.

Symptome
Typische Beschwerden eines Schnupfens sind:
  • Niesen,

  • eine verstopfte Nase (durch Anschwellen der Schleimhäute),

  • Ausfluss von Nasensekret.

Ursachen
Schnupfen ist nicht zwangsläufig Folge einer Allergie, viel häufiger sind Virusinfektionen ("grippale Infekte") die Ursache. Juckreiz und wasserklares, dünnflüssiges Sekret sprechen für eine allergische Ursache (zum Beispiel ein Heuschnupfen), Begleitsymptome wie Fieber und Kopfschmerzen deuten auf einen Infekt hin.

Allergischer Schnupfen
Das regelmäßige und gehäufte Auftreten von Schnupfen zu bestimmten Jahreszeiten (zum Beispiel Februar bis April), an bestimmten Orten (zum Beispiel auf der Wiese) oder bei Kontakt mit bestimmten Reizstoffen sollte an eine Allergie denken lassen. Hier hilft gelegentlich das Führen eines Allergietagebuches, um Zusammenhänge zu erkennen. Auch das Vorkommen von Allergien in der Familie, insbesondere bei Eltern und Geschwistern, unterstützt den Verdacht auf eine Allergie.

Klassifikation
Vereinfacht lässt sich Schnupfen in vier Gruppen einteilen:

  • Infektiöser Schnupfen

  • Ganzjähriger (perennialer) nicht-allergischer Schnupfen

  • Ganzjähriger (perennialer) allergischer Schnupfen

  • Saisonaler allergischer Schnupfen (Pollenallergie)

Lassen sich die Schnupfenbeschwerden keiner der oben angeführten Ursachen zuordnen, so muss nach selteneren Gründen gesucht werden, von denen viele weitere existieren.


Infektiöser Schnupfen

Tritt der Schnupfen (Rhinitis) nur gelegentlich auf und ohne erkennbaren Zusammenhang mit auslösenden Faktoren, handelt es sich zumeist um eine Infektion. Auch wenn in der näheren Umgebung (Arbeitsplatz, Familie) viele Menschen krank sind und ein Schnupfen grassiert oder wenn Begleitsymptome wie Kopf- und Muskelschmerzen, Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl bestehen, liegt oft eine Infektion vor.

Auslöser: Virusinfekte
Ursache einer infektiösen Rhinitis ist oft ein Virusinfekt. Ungünstigerweise weist eine Virusinfekt oftmals die gleichen Symptome wie ein allergischer Schnupfen auf.

Auslöser: Bakterielle Infekte
Neben Viren sind Bakterien die zweite große Gruppe von Infektionserregern. Auch hier bestehen häufiger Begleitsymptome wie Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl. Typisches Zeichen eines bakteriellen Schnupfens ist gelb-grünliche Verfärbung des Nasenausflusses.

Behandlung von Virus- und bakteriellen Infekten
Virusinfekte und zumeist auch leichte bakterielle Infekte werden nur symptomatisch (zum Beispiel mit abschwellenden Nasentropfen oder Fiebersenkung) behandelt. Bei schwereren bakteriellen Infekten ist gelegentlich die Gabe eines Antibiotikums erforderlich.

Andere Ursachen eines Schnupfens
Tritt der Schnupfen aber regelmäßig und gehäuft zu bestimmten Jahreszeiten, an bestimmten Orten (zum Beispiel nur in der Wohnung) oder bei Kontakt mit bestimmten Reizstoffen auf, sollte an eine Allergie gedacht werden. Hier hilft gelegentlich das Führen eines Allergietagebuches, um Zusammenhänge zu erkennen. Auch das Vorkommen von Allergien in der Familie, insbesondere bei Eltern und Geschwistern, unterstützt den Verdacht auf eine Allergie.


Ganzjähriger nicht-allergischer Schnupfen

Neben den allergischen und den infektiösen Schnupfenerkrankungen existiert auch ein chronischer ganzjähriger (perennialer) Schnupfen. Die Ursache des ganzjährigen nicht-allergischen Schnupfens ist letztlich unbekannt. Der ganzjährige nicht allergische Schnupfen wird daher auch als "idiopathischer Schnupfen" oder "Rhinitis vasomotorica" bezeichnet.

Schnupfenformen
Der ganzjährige nicht-allergische Schnupfen tritt gelegentlich gemeinsam mit Nasenpolypen, nicht-allergischem Asthma und der Unverträglichkeit bestimmter Schmerzmittel (unter anderem Aspirin) auf. Der Nasenschleim zeigt dann eine vermehrte Anzahl bestimmter Abwehrzellen (Eosinophile).
Die zweite Gruppe des ganzjährigen nicht-allergischen Schnupfens weist keinen Zusammenhang mit anderen Beschwerden und auch keine Eosinophilie auf.

Diagnose
Aufgrund der unterschiedlichen Symptome und Veränderungen ist die Diagnose dieser unter dem Begriff ganzjähriger nicht-allergischer Schnupfen zusammengefassten Erkrankungen oftmals schwierig.

Behandlung
Medikamente, die zur Therapie von allergischen Schnupfenerkrankungen eingesetzt werden, können auch bei ganzjährigen nicht-allergischen Schnupfenerkrankungen helfen. Ein Behandlungsversuch mit Antihistaminika ist aber nur bei der eosinophilen Form erfolgversprechend. Ansonsten bessern sich die Schnupfenbeschwerden manchmal unter intranasal verabreichten Kortikosteroiden.


Allergischer Schnupfen

Juckreiz und wasserklares, dünnflüssiges Sekret sind die typischen Beschwerden bei einem allergischen Schnupfen. Der Arzt unterscheidet beim allergischen Schnupfen zwischen

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 28.01.2008
 
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