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Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe
sind chemische Verbindungen, die in sehr vielfältiger Form in Pflanzen vorkommen und dort spezielle Aufgaben wahrnehmen, die die Pflanzen zum Wachsen brauchen. "Sekundär" heißen sie deshalb, weil sie nicht zu den Hauptbestandteilen der Pflanzen gehören, sondern nur in sehr geringen Mengen darin zu finden sind.

Sekundäre Pflanzenstoffe - Welche gibt es?
Unter diesen Begriff fallen einige tausend Substanzen. Sie lassen sich aufgrund ihrer Eigenschaften und Funktionen in folgende Gruppen einteilen:

Carotinoide
unter anderem in Karotten, Tomaten, Kürbis, Aprikosen

Saponine
unter anderem in Hülsenfrüchten

Polyphenole (u.a. Flavonoide, Anthocyane)
unter anderem in Tee und Wein(-trauben)

Sulfide
zum Beispiel in Kohl und Knoblauch

Glucosinolate
zum Beispiel in Kohl und Knoblauch

Phytosterine
vor allem in Getreide

Phytoöstrogene
vor allem in Soja

und andere.

5mal am Tag eine Portion Obst oder Gemüse (insgesamt etwa ein halbes Pfund Gemüse und ein halbes Pfund Obst) sorgen für eine ausreichende Zufuhr dieser überaus nützlichen Substanzen. Nutzen Sie die positive Wirkung von sekundären Pflanzenstoffen auf den Menschen aus!


Wirkung auf den Menschen

Sekundäre Pflanzenstoffe für Menschen
Nicht nur im pflanzlichen Organismus erfüllen sekundäre Pflanzenstoffe wichtige Aufgaben. Auch beim Menschen, der die Pflanzenstoffe mit der Nahrung aufgenommen hat, nehmen sie Funktionen wahr, die bedeutend sind, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Nicht nur wegen der vielen Vitamine gilt die Empfehlung, 5 Portionen Obst oder Gemüse am Tag zu essen.

Pflanzenstoffe schützen die Gesundheit
Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass eine bewusste Lebensweise, die den 10 Regeln für eine gesunde Ernährung folgt und reichlich Sport und Bewegung beinhaltet, vor vielen Krankheiten schützen kann. Speziell das Krebsrisiko kann durch gesunde Nahrung verringert werden.

Dr. Eva Kalbheim von der Deutschen Krebshilfe meint dazu:
"Eine gesunde Zelle ist vielen Einflüssen ausgesetzt, die das intakte Erbgut verändern können. Hat sich die Erbsubstanz erst einmal verändert, dann ist der Weg frei für eine Entartung der Zelle. Sekundäre Pflanzenstoffe wirken hier hemmend: Sie schützen sowohl vor der Veränderung der menschlichen Gene als auch vor den Zellveränderungen, aus denen sich eine Krebserkrankung entwickeln kann."

So wirken sekundäre Pflanzenstoffe:

Carotinoide
krebshemmend, antioxidativ, fördern das Immunsystem

Saponine
krebshemmend, schützen vor Bakterien und Pilzen, fördern das Immunsystem, cholesterinsenkend

Polyphenole
krebshemmend, schützen vor Bakterien und Pilzen, antioxidativ, fördern das Immunsystem, wirken positiv auf Blutdruck und Blutzucker

Phytosterine
krebshemmend, cholesterinsenkend

Glucosinolate
krebshemmend, schützen vor Bakterien und Pilzen, cholesterinsenkend

Phytoöstrogene
krebshemmend, antioxidativ

Sulfide
krebshemmend, schützen vor Bakterien und Pilzen, antioxidativ, fördern das Immunsystem, cholesterinsenkend, wirken positiv auf den Blutdruck


Phytoöstrogene

Phytoöstrogene gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen.

Phytoöstrogene - Wirkung beim Menschen
Phytoöstrogene können Krebszellen im Wachstum hemm und die Zellen in unserem Körper vor schädlichen Einflüssen wie Sonnenstrahlung und freien Radikalen schützen.
Da Phytoöstrogene den körpereigenen Östrogenen (weibliche Geschlechtshormone) ähnlich sind, können sie diese von ihren Wirkungsorten verdrängen. Die Wirkung der Phytoöstrogene ist jedoch schwächer ausgeprägt als die der körpereigenen Östrogene und hat an der Brust eine antiöstrogene Wirkung. Phytoöstrogene wirken nicht auf die Gebärmutterschleimhaut und die Brust wird nicht stimuliert. Auch bei Wechseljahresbeschwerden wird als Alternative zur Hormonersatztherapie Östrogene pflanzlichen Ursprungs aus Soja- oder Jamswurzel-Steroiden (Conjugen, Oestro-Feminal, Transamon) verordnet. Einige Frauen sprechen sehr positiv darauf an.

Wie wirken Östrogene?
Die weiblichen Geschlechtshormone haben unter anderem Einfluss auf das Wachstum und die Reifung der Brustdrüsen. Sie sorgen dafür, dass sich die Zellen vermehrt teilen und die Brust wächst. Diese stimulierende Wirkung können Östrogene auch auf Krebszellen haben. Zur Vorbeugung gegen bestimmte Krebsarten (Darmkrebs, Brustkrebs, Prostatakrebs, Hautkrebs) und auch in der Therapie spielen Phytoöstrogene deshalb eine große Rolle.

Phytoöstrogene in der Ernährung
In unserer Nahrung kommen Phytoöstrogene in Soja und allem, was daraus hergestellt wird, vor. Gute Phytoöstrogen-Lieferanten sind außerdem Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen) Vollkorn und Leinsamen, auch Brokkoli und Weißkohl.

In 1 Gramm Lebensmittel sind...
Sojabohnen, gekocht
Leinsamen
Tempeh
Sojasprossen
Tofu
... ? Mikrogramm Phytoöstrogene
1300
700
510
580
260
 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 04.01.2008
 
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