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Aufnahmebogen für ambulante Reha


Von: S._R50 • 16.12.2008 [09:32]
Hallo Frau Dr. Ludwig,

es ist keine direkt fachliche Frage die ich an Sie habe aber ich hoffe dennoch, dass Sie mir in diesem Zusammenhang weiterhelfen können.

Ende Januar beginne ich an einer ambulanten Tagesklinik eine Reha-Maßnahme (u.a. Verengung Spinalkanal HWS) für die Dauer von 3 Wochen in Vollzeit, die der funktionalen Wiederherstellung dienen soll.

Von dieser Klinik habe ich nun den Aufnahmebogen erhalten, den ich vollständig ausgefüllt am ersten Tag mitbringen soll.
Fragen die ggf. einen Zusammenhang mit der vorliegenden Erkrankung erkennen lassen sind nachvollziehbar und sicher wichtig (z.B. Vorerkrankungen, Krankengeschichte (eigene/Familie), veg. Anamnese, Risikofaktoren usw.)
Insgesamt enthält dieser Aufnahmebogen jedoch eine Reihe von Fragen, die m.E. keine Relevanz für den Erfolg einer orthopädische Behandlung haben können und die ich - vorsichtig ausgedrückt - als unpassend und unnötig empfinde.

Zum Beispiel:
Gynäkologische Anamnese (Auskunft zur Regelblutung, Schwangerschaften, letzte Vorsorgeuntersuchung + Ergebnis usw.)
Allgemeine Sozialanamnese (exakter Familienstand wie ledig, geschieden...., soziale/finanzielle Belastungen, wohnen im Eigentum oder zur Miete, Antrag Schwerbehinderung usw., Antrag Schwerbehinderung usw.)
Schulischer und beruflicher Werdegang (Schulabschluss, Erlernter Beruf/Studium, Angabe aller seitherigen Tätigkeit von/bis + aktuelle Tätigkeit mit Arbeitgeber, Zufriedenheit mit diesem, Anzahl der Mitarbeiter i.d. Abteilung usw.)

Meine Frage an Sie:
Bin ich denn tatsächlich verpflichtet, solche persönlichen Details von mir anzugeben, auf die dann jeder Reha-Mitarbeiter Zugriff hat?
Welche Nachteile habe ich zu erwarten, wenn ich die Beantwortung verweigere?
Woher kommt die Rechtsgrundlage für solche Fragen?

Viele Grüße
S._R50
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