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LA-Unverträglichkeit
Von: annabell_2 • 14.07.2008 [21:41]
Sehr geehrter Herr Dr. Ionescu,
ich bitte Sie, mir noch einmal wegen meines Problems weiterzuhelfen, welches sich wie folgt darstellte. In einem früheren Beitrag schrieb ich folgendes:
[...] unangenehmer Reaktionen auf Lokalanästhetika. Es handelte sich beim ZA um die Applikation eines LA vom Amid-Typ (mit dem Wirkstoff Articain und zusätzlich Adrenalin - 2 Ampullen). Hierbei traten nach ca. 1 h folgende Symptome auf: Tachykardie, Übelkeit, Schwindel, Nierenschmerzen, gerötete Stellen um das Applikationsgebiet im Gesicht, die sich heiß anfühlten. Die Symptome hielten in ihrer vollen Ausbreitung ca. 6 h, am nächsten Tag waren diese weg. Das zweite LA wurde vom HNO als abschwellendes Mittel benutzt (nicht injiziert). Es ist ein Esther-Typ (Wirkstoff Tetracainhydrochlorid und zusätzlich Adrenalin). Mit Ausnahme der Nierenbeschwerden zeigten sich wiederum obige Symptome. Zusätzlich kam es zu Niesanfällen, Schwellung der Schleimhäute und starker Schnupfsymptomatik (Fließschnupfen, tropfende Nase). Es lag eine hochgradige Nasenbeatmungsbehinderung vor. Die Symptome begannen leicht nach ca. 30 - 45 min und hatten nach ca. 2-3 h nach Einbringen des LA fast ihre volle Wirkung "erreicht" und bestanden ungefähr für 12 h. Die Schleimhautschwellung, NAB und Schnupfen hielten ca. 3 Tage an.
Ich habe etwas Angst, dass sich solche Reaktionen bei der nächsten Verabreichung eines LA wieder zeigen [...].
Nun wurde Prick- und Epikutantest durchgeführt, beide negativ. Jetzt soll ein Subkutantest (für Articain) und Provokationstest (für Tetracain - dieses darf nicht injiziert werden) durchgeführt werden. Es wird nun jedoch von einigen Ärzten vermutet, dass dieser Test ebenfalls negativ ausfallen wird, weil sie der Meinung sind, dass ich bei Verabreichung von LA über die Schleimhäute empfindlicher reagiere und somit der Test der Injektion über die Haut nichts bringen wird.
Nun weiß ich nicht, wie ich mich verhalten soll. Auf weitere Tests verzichten?
Woher können denn die obigen Symptomen noch kommen?
Was empfehlen Sie mir (denn im Hinterkopf ist immer der Gedanke, was passiert beim nächsten Mal, wenn LA verabreicht werden)?
Wäre es sinnvoll, immer ein Notfallset bei sich zu haben?
Vielen Dank.
Viele Grüße
Annabell
ich bitte Sie, mir noch einmal wegen meines Problems weiterzuhelfen, welches sich wie folgt darstellte. In einem früheren Beitrag schrieb ich folgendes:
[...] unangenehmer Reaktionen auf Lokalanästhetika. Es handelte sich beim ZA um die Applikation eines LA vom Amid-Typ (mit dem Wirkstoff Articain und zusätzlich Adrenalin - 2 Ampullen). Hierbei traten nach ca. 1 h folgende Symptome auf: Tachykardie, Übelkeit, Schwindel, Nierenschmerzen, gerötete Stellen um das Applikationsgebiet im Gesicht, die sich heiß anfühlten. Die Symptome hielten in ihrer vollen Ausbreitung ca. 6 h, am nächsten Tag waren diese weg. Das zweite LA wurde vom HNO als abschwellendes Mittel benutzt (nicht injiziert). Es ist ein Esther-Typ (Wirkstoff Tetracainhydrochlorid und zusätzlich Adrenalin). Mit Ausnahme der Nierenbeschwerden zeigten sich wiederum obige Symptome. Zusätzlich kam es zu Niesanfällen, Schwellung der Schleimhäute und starker Schnupfsymptomatik (Fließschnupfen, tropfende Nase). Es lag eine hochgradige Nasenbeatmungsbehinderung vor. Die Symptome begannen leicht nach ca. 30 - 45 min und hatten nach ca. 2-3 h nach Einbringen des LA fast ihre volle Wirkung "erreicht" und bestanden ungefähr für 12 h. Die Schleimhautschwellung, NAB und Schnupfen hielten ca. 3 Tage an.
Ich habe etwas Angst, dass sich solche Reaktionen bei der nächsten Verabreichung eines LA wieder zeigen [...].
Nun wurde Prick- und Epikutantest durchgeführt, beide negativ. Jetzt soll ein Subkutantest (für Articain) und Provokationstest (für Tetracain - dieses darf nicht injiziert werden) durchgeführt werden. Es wird nun jedoch von einigen Ärzten vermutet, dass dieser Test ebenfalls negativ ausfallen wird, weil sie der Meinung sind, dass ich bei Verabreichung von LA über die Schleimhäute empfindlicher reagiere und somit der Test der Injektion über die Haut nichts bringen wird.
Nun weiß ich nicht, wie ich mich verhalten soll. Auf weitere Tests verzichten?
Woher können denn die obigen Symptomen noch kommen?
Was empfehlen Sie mir (denn im Hinterkopf ist immer der Gedanke, was passiert beim nächsten Mal, wenn LA verabreicht werden)?
Wäre es sinnvoll, immer ein Notfallset bei sich zu haben?
Vielen Dank.
Viele Grüße
Annabell
Übersicht Thema:
LA-Unverträglichkeit
• annabell_2 • 14.07.2008 [21:41]
LA-Unverträglichkeit
• Univ_Doz_Dr_John_G_Ionescu • 16.07.2008 [09:38]
