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Thema:
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Normaldruckhydrozephalus


Von: coco65 • 15.12.2009 [18:37]
Sehr geehrte Frau Dr. Wagemann,

bei meiner Mutter (81 Jahre) wurde vor kurzem ein möglicher Normaldruckhydrozephalus diagnostiziert. Die Diagnose durch den Neurologen ergab sich nach Kernspin (MRT) und diversen Blutuntersuchungen zum Ausschluss anderer Ursachen.

Das MRT zeigte erweiterte Liquorräume im Kopf und eine weitere Untersuchung durch die Neurochirurgie wurde veranlasst. Nach 2-maliger Lumbalpunktion von jeweils ca. 30 ml Liquor (Druckprüfung: normal), an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, trat eine leichte Besserung der Beschwerden ein: Die vorher bestandenen Probleme/Anlaufschwierigkeiten beim Aufstehen und das Drehen im Bett sind wieder in gewohnter Weise möglich. Die Besserung hält auch jetzt noch – ca. 3 Wochen nach der Punktion – an. Kurzzeitig hat sich auch die Schrittlänge vergrößert und der Gang wurde aufrechter.

Meine Mutter leidet seit ca. 1 Jahr unter Gangschwierigkeiten, die Schrittlänge ist kurz. Die Symptome traten relativ plötzlich auf und haben sich nach ca. einwöchigen starken Kopfschmerzen im April diesen Jahres verstärkt. Der Kopf ist beim Gehen leicht nach vorne geneigt. Das Laufen wird zudem durch eine permanente Gleichgewichtsstörung erschwert. Meine Mutter klagt über permanente Müdigkeit. Seit ca. 4 Monaten lässt das Feingefühl in der rechten Hand nach, so dass das Schreiben schwer fällt.

Zum Krankheitsbild meiner Mutter gehört auch ein hoher Blutdruck und eine Herzinsuffizienz.

Wir sind auf dieser Grundlage unsicher, ob die von der Neurochirurgie empfohlene Shunt-Operation den gewünschten Erfolg bringt. Vor allem befürchten wir ein erhöhtes Operationsrisiko angesichts der übrigen Krankheitsfaktoren.

Konkret stellen sich folgende Fragen:

1. Gibt es Untersuchungen, die die vorläufige Diagnose „Normaldruckhydrozephalus“ erhärten und andere Ursachen (Parkinson, Alzheimer) ausschließen?


2. Gibt es außer der Lumbalpunktion weitere Tests, die auf einen Erfolg einer Shunt-OP schließen lassen?

3. Wie sieht es mit dem Operationsrisiko bei Shunt-OP’s aus?

4. Welche alternativen Therapien gibt es zur Shunt-OP? Macht in dem beschriebenen Fall eine wiederholte Lumbalpunktion Sinn (hiervon wurde uns aufgrund des "noch größeren" Risikos gegenüber einer OP abgeraten)?

6. Macht es ggf. Sinn angesichts des Alters bzw. des schlechten Allgemeinzustandes eher palliativ zu behandeln? Welche Möglichkeiten gibt es hier?

7. Was passiert bei einem unbehandelten Altershirndruck? Schreitet die Erkrankung automatisch voran und schädigt weitere Hirnteile oder kann auch ein Stillstand der Entwicklung eintreten?

8. Können Sie Kontakte zu Betroffenen im Raum Duisburg/Düsseldorf vermitteln, die eine Operation bzw. eine alternative Behandlung haben durchführen lassen?

9. Welche Klinik empfehlen Sie im Raum Duisburg/Düsseldorf für eine mögliche OP? Eine DVD mit den MRT-Bildern liegt vor.

Vielen Dank im voraus für Ihre Antworten.

coco65
Übersicht Thema:

  Normaldruckhydrozephalus coco65 • 15.12.2009 [18:37]

  Normaldruckhydrozephalus Dr. Karin Wagemann • 15.12.2009 [19:01]

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