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Erkrankung meiner Schwiegermutter


Von: donnanicky • 29.04.2007 [21:49] (registriert seit: 23.01.2003)
donnanicky
Ich schreibe ihnen heute, weil ich mir Sorgen um meine Schwiegermutter mache. Sie ist alleinstehend und seit dem 03.04.07 stark pflegebedürftig. Sie hat jetzt die Pflegestufe II zugesprochen bekommen.

Nach einem vierwöchigen KH-Aufenthalt kam sie zum o.g. Datum aus der Klinik. In den ersten zwei Wochen danach zu Hause hat sie 9 kg abgenommen (wiegt z.Zt. 46 kg) und behält kaum etwas bei sich. Hierzu muss ich anführen, dass sie 1991 an Brustkrebs erkrankt war und mittlerweile Metastasen an der Haut (direkt im Brustbereich bis auf den Rücken), im Rückenmark, in den Knochen und eine große Metastase in der Leber hat. Außerdem sammelt sich im Bauchfell, unterhalb der Lunge also, ständig Flüssigkeit, die ebenfalls voller Metastasen ist und ihr das Atmen erheblich erschwert.

Neuerdings bekommt sie ständig Sauerstoff durch die Nase. In die Leber wurde beim o.g. Krankenhausaufenthalt ein Stant eingesetzt, um Gallenflüssigkeit wieder besser abfließen lassen zu können. Sie sollte Mitte Mai wieder in die Klinik, um sich die Schiene, die sich an der Niere befindet (eine Niere ist schon zerstört, durch die ganzen Chemotherapien), wieder wechseln zu lassen. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Stant.

Sie lehnt es nun ab, noch einmal in die Klinik zu gehen, um den Stantwechsel durchführen zu lassen. Jetzt meine Frage an sie:

Sie soll diese Stants alle 6 Wochen auswechseln lassen, was immer eine Vollnarkose bedeutet. Was passiert, wenn sie sie nicht mehr wechseln läßt? Sie ist sehr schwach, bewegt sich nur noch im Rollstuhl fort und wird morgens vom Pflegedienst im Bett gewaschen. Neuerdings hat sie eine Anti-Dekubitus-Matratze im Pflegebett, da sie auch schon nahe dran war, sich wund zu liegen. Abends bringen wir sie ins Bett, helfen ihr auch beim Umziehen und leeren noch einmal den Eimer mit dem Erbrochenem, wenn sie es selbst nicht geschafft hat.

Leider sind wir auch so sehr eingespannt, dass wir sie immer nur kurz besuchen können. Es ist geplant, dass sie Mitte Juni zu uns ins Haus zieht, das wir gerade umbauen. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass sie das schafft. Sie selbst gab das auch schon zu Bedenken und scheint auch, mit ihrem Leben weitestgehend abgeschlossen zu haben.

Wie sollen wir uns verhalten? Wir versorgen sie, so gut es geht, haben aber nun das Gefühl, nicht genug für sie zu tun. Ihr Hausarzt möchte, dass sie sich im KH wieder aufpäppeln läßt, sie hat jedoch Angst, dass sie dann da nicht wieder rauskommt. Deshalb ja auch kein Stantwechsel mehr.

Meine Schwägerin ist Arzthelferin und legt meiner Schwiegermutter täglich einen Tropf mit Kochsalzlösung und Elektrolyten an. Wir haben aber beide das Gefühl, dass das nicht gerade Wirkung zeigt.

Wenn der Stant nicht mehr gewechselt wird, versagen dann die Nieren? Wird sie Schmerzen haben und wie lange kann sie dann damit noch leben? Wir haben drei kleine Kinder (3,5 und 7 Jahre), wie können wir denen das erklären?

Es fällt mir schwer, darüber zu reden, und die richtigen Worte zu finden.

Vielen Dank, dass sie dies gelesen haben.
Übersicht Thema:

  Erkrankung meiner Schwiegermutter donnanicky • 29.04.2007 [21:49]

  Erkrankung meiner Schwiegermutter Dr. Karin Wagemann • 02.05.2007 [12:07]

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