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Alterskrankheiten


Von: Willimann • 10.05.2007 [14:46]
Guten Tag,

mein Schwiegervater (75 Jahre) und wir wohnen in einem Doppelhaus. Er ist vor 4,5 Jahrn verwitwet, trauert nach wie vor um seine Frau. Er hat sich bis März diesen Jahres noch allein selbst versorgt, ist selbst Auto gefahren. Seit Herbst letzten Jahres klagte er verstärkt über Schmerzen im Bereich der rechten Nierengegend. Damit einhergehend hat er über Monate stark abgenommen (derzeit bei 1,75 m 52 kg). Im März diesen Jahres wurde mein Schwiegervater aufgrund des schlechten Allgemeinzustandes (ständiger Husten, Gewichtsabnahme, undefinierbare Schmerzen) von seinem Hausarzt ins Krankenhaus eingewiesen.

Während dieses Krh.-aufenthaltes wurde festgestellt, dass in Lunge und Leber Wassereinlagerungen sind, die Herzleistung lediglich 20 % (mit medikamentöser Unterstützung) ist. Nach der Entwässerung stellte sich Nierenversagen ein und mein Schwiegervater ist seit dem 3 mal wöchentlich an der Dialyse.

Nach der Entlassung war sein Zustand kein Vergleich zu vorher. Die Ursache der Schmerzen fand man trotz umfangreicher Diagnostik (CT, Ultraschall, Knochenmarkpunktion) nicht. Er wurde also mit MST10 und Novalminsulfon-Tropfen gegen die Schmerzen entlassen.

Da er weiterhin über starke Schmerzen klagte, verordnete der Hausarzt 2 x 6 mg Junista täglich.

Mein Schwiegervater lag nun den ganzen Tag teilnahmslos auf der Couch, verweigerte aufgrund der Schmerzen sowohl Bewegung als auch die Nahrungsaufnahme.

In Absprache mit dem Hausarzt besucht er nun an den dialysefreien Tagen eine gerontopsychatrische Tagesklinik. Wir hofften, dass er dadurch wieder etwas auflebt und soziale Kontakte bekommt und wollten abklären lassen, ob die Schmerzen psychosomatisch bedingt sein könnten. In der Klinik wurde Jurnista abgesetzt und durch ein 25µg Durogesic-Pflaster ersetzt.

Seit einigen Tagen - kurz nach Erhöhung der Plaster-Dosis setzten verstärkt Verwirrtheitszustände ein (zeitlich und örtlich desorientiert, Probleme im Bereich der Motorik, Verlust der Kontrolle über Körperfunktionen z. B. Toilettengänge). Gestern wurde im Rahmen einer Untersuchung in der Klinik Hirnatrophie diagnostiziert.

Und nun endlich meine Frage:

Wir sind ratlos - ist es ein Zufall, dass die Verwirrtheitszustände nach Verstärkung des Durogesic-Pflastern verstärkt aufgetreten sind? Führt die Atrophie des Hirns zu diesem Zustand. Besteht eine Aussicht auf Besserung? Wie können wir helfen bzw. was oder wen kann man noch unternehmen bzw. zu Rate ziehen.
Wir sorgen uns auch um seine Sicherheit. Wir würden ihm gern ermöglichen, zu Hause zu bleiben, aber ist das in seinem Zustand noch eine günstige Lösung?
Ist die Tagesklinik überhaupt eine Hilfe für ihn?

Es ist noch anzumerken, dass er in klaren Momenten genau weiß, was mit ihm geschieht und sehr leidet.

Kann man im Falle meines Schwiegervaters medizinisch noch etwas tun, oder muss er und damit auch wir uns mit dem Umstand abfinden, dass es nun nur noch schlechter wird.

Ich hoffe, Sie haben einen Rat und bedanke mich.

Amy
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