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Thema:
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Überfunktion der Schilddrüse mit 85 Jahren


Von: SandraAnna • 22.02.2007 [15:27]
Sehr geerte Frau Dr. Wagemann,
ich danke Ihnen sehr für die ausführliche und schnelle Antwort .

Nunja, es geht eigentlich schon um eine Alterskrankkeit, denn es geht um meine Mutter(fast 85) , sie lebte nun jahrelang in dem festen Glauben, nach der Radiojodtherapie, die sie Mitte Dez. 2001 hat durchführen lassen, sei ihre Schilddrüse ok. und das Thema sei vom Tisch . Es wurde allerdings keinerlei Kontrolle der SD Werte nach der Therapie durchgeführt .

Zufällig wurde nun jetzt bei einer Blutanalyse entdeckt, dass diese RJT , ?nicht gewirkt hatte?, wie ein Arzt in einer luxemburgischen Gemeinschaftspraxis es vorsichtig formulierte ........ er führte das darauf zurück, dass damals fälschlicherweise Thiamazol verabreicht worden war vor der Therapie , dies hätte bewirkt, daß der Radiologe die Dosis geringer habe halten müssen
.Diese Aussage widerspricht sich allerdings mit der seines Kollegen in der besagten Praxis ,der mir sagte, Thiamazol habe man vorher geben müssen in Vorbereitung auf die RJT und die RJT habe gewirkt, nur eben jetzt nicht mehr .....

Nachdem ich aber nun eine Kopie der Blutwerte im Labor angefordert und erhalten habe , war ich sehr schockiert, weil ich annahm, dass sich die ÜF meiner Mutter drastisch verschlimmert hatte . Denn die fT4 Werte meiner Mutter lagen nun 137 % höher als der höchste Normwert , während sie 2001 nur 22 % über dem höchsten Normwert lagen ,allerdings war hier ja der T4 Wert gemessen worden ..........und wenn ich sie richtig verstanden haben, dann ist aus dem Vergleich dieser beiden Werte nicht abzuleiten, ob sich die Überfunktion verschlimmert hat imVergleich zu der ÜF von 2001 ??

Normalerweise müsste man ja am Befinden meiner Mutter sehen können, ob eine ÜF der Schilddrüse vorliegt oder sich ggf. verschlimmert hat , aber sie scheint ein medizinisches Phänomen zu sein !!

Sie fühlte sie mit der bisherigen Medikation ( Lanitop 0,1 mg 1 morgens, Spironalocton 50 plus abwechselnd 1 ganze Tablette oder eine halbe, je nach Körpergewicht ) ihrer Herzinsuffizienz überraschend wohl und sie ist eigentlich wie immer. Sie hat übrigens einen niedrigen Ruhepuls (78, 80 ) und niedrige Blutdruckwerte.

Daher sieht sie auch keinen Anlaß , nur aufgrund der Blutwerte in Therapie zu gehen , zumal sie sich in der ersten Zeit nach der damaligen Radiojodtherapie einige Zeit schlecht fühlte .

Nachdem den Ärzten die SD Werte bekannt wurden, sollte sie allerdings zunächst mal ½ Betablocker Concor 2,5 mg dazunehmen und ich achte darauf, dass sie das auch tut .

Für mich ist es wichtig zu wissen, ob sich diese ÜF verschlimmert hat in den letzten Jahren nach der RJT oder ob es sich eben um die ?altbekannte SD Überfunktion? handelt, mit der wir es nun wieder mal zu tun haben (.und mit der meine Mutter vermutlich mehr als ihr halbes Leben verbracht hat )

Allerdings ist ja 2001 immer nur der T 4 Wert ermittelt worden, ....... und nun in Luxemburg ist von dem fT4 Wert die Rede. Und wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann kann man das nicht ableiten nach der Formel .......... wenn der fT4 so hoch ist, dann muß der T4 Wert so oder so hoch liegen.

Ich poste die Werte hier mal :

Die Laborwerte aus einem Labor in Luxemburg Febr. 2007:
TSH basal . 0.01 *yU/ml Normbereich 0.27 ? 4,2
T4 libre 40,4 pg/ml Normbereich 9,3 ? 17,0

Zum Vergleich die Laborwerte vom Aug. 2001
vor (!!) der Therapie mit Thiamazol und vor der RJT
TSH basal EIA 0,05 *yIU/mal Normbereich 0.35? 4,5
T3 EIA 3,93 ng/ml Normbereich = 0,7 ? 2,1
Doppelbestimmung
T4 EIA 15, 9 *yg/dl Normbereich 5 ? 13
Doppelbestimmung

(*y steht für einen Buchstaben, den ich auf meiner Tastatur nicht finde.)


Mir wäre sehr daran gelegen, Ihre Meinung zu erfahren, sehr geehrte Frau Dr. Wagner.
Denn mir gehen ziemlich viele Fragen durch den Kopf, .............. ob in der SD ein Adenom nachgewachsen sein kann in der Zeit und ja vergleichsweise schnell zu drastischen Werten geführt hat .......... oder ob es sein kann , dass meine Mutter die RJT nicht verträgt und es von daher zu Komplikationen gekommen ist ? Oder ist es so, wie der eine Arzt meinte, die Dosierung war zu gering und daher ist die SD Wirkung eben nicht ausreichend gewesen .........dann dürften sich doch aber die Werte nicht drastisch verschlimmert haben?
Und vor allem ,ob ich es wagen soll, meine Mutter mit 85 erneut zu einer Therapie zu überreden, die sie nicht will

Liebe Grüße
SandraAnna
Übersicht Thema:

  fT4 und T4 SandraAnna • 22.02.2007 [05:48]

  fT4 und T4 Dr. Karin Wagemann • 22.02.2007 [12:41]

  Überfunktion der Schilddrüse mit 85 Jahren SandraAnna • 22.02.2007 [15:27]

  Nachtrag SandraAnna • 23.02.2007 [06:44]

  Nachtrag Dr. Karin Wagemann • 23.02.2007 [10:03]

  DANKE :-) SandraAnna • 23.02.2007 [16:03]

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