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Die Wahl der Qual?
Von: Anan • 04.01.2009 [14:03]
Lieber Experte, zwischen 89 und 01 hatte ich 11 Knie-OP’s (9xli;2xre). Da ich trotz der OPs große Schmerzem habe, hat mir ein Schmerzzentr. Katadolon S long empfohlen (gegen viele bin ich immun und andere darf ich wegen einer Analgetika/ASS-Unverträglichk. nicht nehmen). Anfangs nahm ich 0-0-1 und jetzt 0-0-1-1-(1) (auch w/ BS-Probleme) Dennoch werden die Schm. immer unerträgl. (schmerzfr.Gehstr. 5-10 Min.> dann anschwill. Knie) Treppen laufen geht ohne Schmerz. nicht mehr. Nun, ich habe seit einigen Mon. einen neuen HA, der nun auch von meiner Kniegesch. erfahren hat. Dieser meinte aber, dass auf Dauer Schmerzm. schlucken auch nicht gut ist (ich habe schon einen Ulcus und chron. Reflux Grad II). Auch meine restl. Krankengesch. ist nicht so schön! Man solle sich doch mal überlegen, ob man nicht doch, auch wenn ich jetzt "erst" Anfang 40-ig bin , eine TEP macht, da die Folgen der Schmerzm. im Grunde auch nicht zu verantworten seien. Also schickte er mich zu einem Orthop.. Die Untersuchg. und die Auswertg. eines MRT’s ergaben bei ihm:
Quadrizepsatrophie li.; Ext./Felx. Mit 0-5-120° für Streckung wie Beugung eingeschränkt, dabei deutliche Reibephänomene; Druckdolenz über dem medialen Kompartiment u. etwas distal hiervon. Die mitgebrachten MRT’s des Kniegelenks zeigen eine medial- u. femoropatellar betonte Gonarthrose mit teilweise drittgradigen Knorpelschäden, medial sogar bis viertgradig. Sonographie – Konturvergröb. in allen Kompartimenten.
Mit diesem Ergebnis schickte mich dann der Orth. in ein Gelenkzentrum.
Dort hat man mir nun das Einsetzen einer Schlittenprothese empfohlen. Man gab mir eine 60%-ige Chance auf eine 60%-ige Besserung. Mit dieser Empfehlung und "Bedenkzeit" sitze ich nun zu Hause. Welche Kriterien würde Sie bei einem Pat. mit einem solchen Krankheitsverl. abwägen und was würden Sie dem Pat. zum abwägen mit auf den Weg geben? Wie weit muss das Krankheitsbild ausgeprägt sein um lieber den Magen vor Schmerzmittel zu schonen und stattdessen die Folgen einer Teilprothese in Kauf zu nehmen? Oder kennen Sie noch andere Behandlungsmöglichk. bei einem solchen Beschwerdebild? Erwähnen möchte ich noch, dass ich an einer Harn- und Stuhlinkontinenz leide, die seinerzeit 3 Monate nach BSV-OP auftrat, ich jetzt in 09/08 deswegen auch einen SNS implantiert bekommen habe, so dass nicht mehr alle Schmerztherapien (Stoßwelle u.ä.) möglich sind. Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen und mich selbstverständ. auch schon im Vorfeld für die Mühe bedanken. Entschuldigen Sie bitte auch den langen Text, doch ich denke nur so kann man sich auch ein einigermaßen gutes Bild der Situation machen. Das hier nur eine begrenzte Antwort möglich ist, ist mir bewusst. Vielleicht aber haben Sie ja doch Gedankenansätze, die ich vorher nicht gesehen habe.
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