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U7

 In der U7 werden fällige Impfungen aufgefrischt

In der U7 werden fällige Impfungen aufgefrischt
(Foto: BananaStock)

Die U7 ist die siebte Früherkennungsuntersuchung, die zwischen dem 20. und dem 24. Lebensmonat durchgeführt wird. Dabei misst der Kinderarzt die Größe des Kindes, überprüft die Motorik sowie das Sprach- und Hörverständnis. Die U7 bereitet manchmal Probleme, da viele Kinder in diesem Alter wenig kooperativ sind. Kinderärzte wissen damit jedoch umzugehen und für die Eltern ist die U7 meist erfreulich, weil sie sehen können, was ihr Kind bereits alles kann.


Fein- und Grobmotorik

Die motorischen Fähigkeiten des Kindes werden beim Spielen beobachtet. Zudem kann der Arzt sie durch kleine Aufgaben überprüfen. Folgendes sollte ein Kind in diesem Alter beherrschen:

  • Das Kind sollte mit jeder Hand einen Turm aus vier bis acht Klötzchen bauen können.
  • Es kann mit einer Flasche, die mit beiden Händen festgehalten wird, Wasser ausgießen.
  • Das Kind kann eine vertikale Linie nachzeichnen.
  • Die Bewegungsabläufe sind insgesamt nicht mehr abgehackt, sondern fließend.
  • Das Kind kann einen Ball mit beiden Füßen schießen, ohne sich dabei abzustützen.
  • Es wirft beidseitig einen Ball.
  • Es kann ein paar Schritte rückwärts laufen.
  • Das Kind kann hockend spielen und, ohne sich abzustützen, wieder aufstehen.
  • Das Kind kann beim Laufen Hindernissen sicher ausweichen.

Sprach- und Hörvermögen

Um das Sprach- und Hörvermögen des Kindes einschätzen zu können, werden die Eltern befragt und verschiedene Tests durchgeführt. Auskunft geben dabei Fragen wie: "Wo sind deine Ohren?". Folgendes sollte ein Kind am Ende des zweiten Lebensjahrs können:

  • Das Kind sollte mindestens zehn Wörter sprechen und circa 250 Wörter verstehen können.
  • Es sollte so genannte Zwei-Wort-Sätze bilden können.
  • Das Kind sollte Zeichnungen von Menschen und Tieren sicher benennen können.
  • Es sollte zwei von drei Aufforderungen verstehen und ausführen können.
  • Das Kind sollte die Mehrzahl verwenden und seinen eigenen Vornamen kennen.

Zusätzlich wird das Sozialverhalten des Kindes beurteilt. Dabei werden hauptsächlich die Selbstständigkeit und die Interaktionsfähigkeit eingeschätzt. Auch hierzu befragt der Arzt die Eltern bezüglich Verhalten, Geschwistern, Haustieren, Anziehen, Hände waschen und einfachen Spielen, wie beispielsweise Nachlaufen. Falls es Probleme beim Essen und Trinken oder Durchschlafen gibt, berät der Arzt die Eltern. Außerdem überprüft er, ob bisher alle Impfungen gemacht wurden. In der Regel ist zu diesem Zeitpunkt die Auffrischungsimpfung gegen Masern, Mumps, Röteln und ggf. Windpocken notwendig.



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Quellen:
Renz-Polster, Dr. H. et al.: Gesundheit für Kinder. Kösel, München 2007
Online-Information der Kinder- und Jugendärzte im Netz: www.kinderaerzteimnetz.de (Stand: März 2008)

 

Autor: Miriam Funk 
Letzte Änderung am: 16.07.2012
 
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