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Verliere Urin und schäme mich...noch jemand hier?


Von: Ni.cole • 22.01.2009 [16:34]
Hallo Brigitte,

hast Du einen Arzt Deines Vertrauens? Wichtig wäre nämlich erst einmal, daß Du weißt, um welche Form der Inkontinenz es sich handelt (es gibt einige verschiedene). Danach richtet sich dann auch die Therapieform. Vielleicht ist es auch eine andere Ursache, wie z.B. eine verschleppte Blasenentzündung.
Hast Du vielleicht das Gefühl, Du verlierst den Urin, wenn Du hustest, niest und herzhaft lachst? Dann spricht das für eine Streßinkontinenz (der Streß steht dabei für Druck. Druck, den Du bei den genannten Tätigkeiten im Bauchraum aufbaust). Dabei würde eine Beckenbodentherapie gut helfen (weil Du doch von Übungen beim Physiotherapeuten sprachst). Dann ist nämlich der Beckenboden (Muskulatur, die das Becken nach unten hin abschließt) nicht dem Druck im Bauchraum gewachsen und "läßt locker" (wobei eben Urin abgehen kann). Nach drei Kindern kann das schon möglich sein, zumal man früher noch nicht so darauf bedacht war, nach den Geburten Beckenbodenübungen im Rahmen der Rückbildungsgymastik zu machen. Daneben gibt es noch tamponähnliche Gebilde aus Plastik mit unterschiedlichen Gewichten. Die trainieren auch. Außerdem sollte man regelmäßig auf die Toilette gehen, nicht erst, wenn man es schon nötig hat.
Bei Stif...g War...t kannst Du nachlesen, welche Vorlagen besonders geeignet sind. Also solche, die nicht nur sicher den Urin aufnehmen, sondern auch einer eventuellen Geruchsbildung vorbeugen. Die kannst Du ja bei jedem Toilettengang wechseln.
Ich kann verstehen, daß Du befürchtest, jemand könnte es riechen. Wem ginge es nicht so? Aber glaube mir, bei einer leichten Form ist es sehr unwahrscheinlich, daß jemand anderes das bemerkt. 1. weil es "nur" ein tropfenweiser Abgang ist, 2. riecht Urin erst nach einigen Stunden, wenn er sich zersetzt und dabei Azeton frei wird. In der Zeit hast Du die Vorlage schon gewechselt, ohne dabei überhaupt auf die Zeit zu achten. Aber ich denke, daß ist ja auch nicht Dein Problem. Es ist ja eher Deine Furcht, daß es jemand riechen könnte und weniger die Tatsache, das es so ist, oder?
Ich glaube, je besser Du Dich informierst, desto weniger Befürchtungen mußt Du haben. So ein Austausch hier im Forum ist sicher auch gut (Austausch mit anderen "Betroffenen" relativiert die eigene Situation bestimmt etwas). Gut wäre es natürlich auch, wenn Du Dich mit jemanden, den Du magst (und von dem Du glaubst, er/sie könnte Dich emotional unterstützen) anvertrauen kannst (Partner, beste Freundin,...).

Ich hoffe, ich konnte Dir damit ein wenig helfen. Wie gesagt, du mußt Dich mit der Situation nicht abfinden (vor allem mit Deinen jungen 40 Jahren!). Du kannst sie aktiv bearbeiten.

Liebe Grüße, Nicole.
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