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Achtsamkeitsübungen für einen besseren Schlaf

Meditation & Schlafqualität

Achtsamkeitsübungen für einen besseren Schlaf 

Achtsamkeitsübungen für einen besseren Schlaf Schlafstörungen sind weit verbreitet und gehen häufig auf Stress und seelische Belastungen zurück. Ältere Menschen haben besonders häufig Probleme mit dem Einschlafen oder Durchschlafen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass einfache Achtsamkeits-Übungen die Schlafqualität verbessern können.

Mit dem Begriff Achtsamkeit (engl. mindfulness) wird eine spezielle Form der Wahrnehmung bezeichnet, die sich auf den gegenwärtigen Moment bezieht und dabei keine Wertung vornimmt. Das Konzept der Achtsamkeit liegt auch der buddhistischen Meditation zugrunde. In der westlichen Medizin und Psychologie wird es seit Ende der 1970er Jahre angewandt, wobei sich erst in den letzten Jahren ein echter Hype um das Thema entwickelt hat. Wer die Methoden der Achtsamkeit regelmäßig praktiziert, soll von verschiedensten heilsamen Effekten auf die seelische und körperliche Gesundheit profitieren.

Aktuelle Studie: Achtsamkeitsübungen verbessern die Schlafqualität

In einer aktuellen Studie untersuchten Wissenschaftler an der Universität von Kalifornien in Los Angeles die Wirksamkeit von Achtsamkeitsübungen bei älteren Patienten mit Schlafstörungen. An der Studie nahmen 49 Patienten (Alter > 55 Jahre) teil, die anhand des sogenannten Pittsburgh Schlafqualitätsindex (PSQI) als schlechte Schläfer klassifiziert wurden. Eine Gruppe der Teilnehmer erhielt die übliche Beratung zur Verbesserung der Schlafqualität, die z. B. regelmäßige Aufsteh- und Zubettgehzeiten, das Einüben von Schlafritualen und eine entsprechende Gestaltung des Schlafzimmers umfasst. Die zweite Gruppe nahm über einen Zeitraum von 6 Wochen an einem speziellen Training (zwei Stunden pro Woche) teil, in dem die Teilnehmer verschiedene Achtsamkeits-Übungen erlernten. Während die zweite Gruppe ihren Schlafqualitätsindex von 10,2 auf 7,4 verbessern konnte, blieben die üblichen Tipps zur Verbesserung der Schlafqualität in der ersten Gruppe mit einer Verbesserung von nur einem Index-Punkt (von 10,2 auf 9,1) praktisch erfolglos. Zusätzlich wurden für die Gruppe, die Achtsamkeits-Übungen praktizierte, auch bessere Ergebnisse gegen Schlaflosigkeit, depressive Symptomen und Müdigkeit erzielt. Die Autoren weisen allerdings darauf hin, dass die Studie nicht auf die Behandlung spezifischer Schlafstörungen ausgerichtet ist, sondern auf eine Verbesserung der Schlafqualität.

Fazit

Achtsamkeits-Übungen können eine sinnvolle Methode sein, um die Schlafqualität bei älteren Personen zu verbessern, die ohnehin häufig unter Schlafproblemen leiden. Sicherlich ist die zusätzliche Befolgung der allgemeinen Ratschläge zur Schlafhygiene hilfreich, um potenziellen „Schlafräubern“ aus dem Weg zu gehen. In bestimmten Fällen können auch spezielle Medikamente dabei helfen, wieder zu besserem Schlaf zu finden.

Weitere interessante Informationen rund um das Thema Schlafstörungen behandeln finden Sie hier:
http://schlafstoerungen.behandeln.de/



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Autor: Gesundheitsberatung.de 
Letzte Änderung am: 09.03.2015
 
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