Tipp

Akne: Ernährungsumstellung kann helfen

Zucker und Milch lassen Akne-Pickel sprießen



Akne: Ernährungsumstellung kann helfen 


ernährungsumstellung hilft Viele kennen es: Nach Kartoffelchips, Schokolade & Co. sprießen die Pickel geradezu. Tatsächlich gehen Experten davon aus, dass unsere Ernährung die Beschaffenheit unserer Haut negativ beeinflussen kann. Der Umkehrschluss wurde jetzt in einer aktuellen Studie nachgewiesen: So scheint eine spezielle Diät das Hautbild bei Akne-Patienten deutlich verbessern zu können.

Seit Langem wird diskutiert, ob und inwieweit die Ernährung die Entstehung von Akne-Pickeln beeinflusst. Untersuchungen aus den letzten zehn Jahren lassen den Schluss zu, dass es sich bei der Akne um eine typisch „westliche“ Erkrankung handelt, die – ähnlich wie die Zuckerkrankheit und andere Zivilisationskrankheiten − eng mit dem Lebensstil bzw. der Ernährungsweise zusammenhängen. Dieser Verdacht wird durch die Beobachtung erhärtet, dass die Akne in Naturvölkern überhaupt nicht vorkommt. Sie ernähren sich vorwiegend von Beeren, Wurzeln und tierischem Eiweiß – raffinierte Zucker bzw. Getreide- und Milchprodukte spielen überhaupt keine Rolle. Diese sogenannte „Steinzeit-Ernährung“ weist eine sehr niedrige „glykämische Last“ auf – und das scheint nicht nur vor Übergewicht und Diabetes mellitus zu schützen.

Glykämische Last – wichtiger Ernährungsfaktor bei Akne

Im Fokus der aktuellen Akne-Forschung steht unter anderem die „glykämische Last“. Dabei handelt es sich um ein Maß für den Blutzuckeranstieg, der durch den Verzehr eines Lebensmittels ausgelöst wird. Bei der Ermittlung dieses Wertes wird auch die Menge an Kohlenhydraten berücksichtigt, die das jeweilige Lebensmittel liefert. Zucker, Weißbrot und Pommes frites haben beispielsweise eine höhere glykämische Last als Vollkornbrot, Hülsenfrüchte und Gemüse. Letztere sind daher − nicht nur im Hinblick auf die Blutzuckerwirkung – als „gesund“ zu bewerten. Eine Ernährung mit hoher glykämischer Last scheint bei der Entstehung und Ausprägung der Akne eine wichtige Rolle zu spielen. Vermutet wird, dass eine derart ungünstige Ernährungsweise einen insulinähnlichen Wachstumsfaktor (IGF – Insulin-like Growth Factor) „aktiviert“. Dieses körpereigene Hormon löst offenbar in den Talgdrüsen der Haut Prozesse aus, die die Entstehung von Akneläsionen begünstigen.

Akne: Milchkonsum als Auslöser?

Neben der glykämischen Last scheint sich bei Akne-Patienten auch der Verzehr von Milch und Milchprodukten negativ auf den Hautzustand auszuwirken. Auch hier sehen Forscher eine Verbindung zum Insulin-like Growth Factor (IGF). Hintergrund: Milch enthält höhere IGF-Konzentrationen und kann dadurch zu erhöhten Blutspiegeln dieses Hormons führen, die sich wiederum negativ auf die Talgdrüsen auswirken.

Aktuelle Studie zeigt: Spezielle Diät lindert Akne-Symptome

Eine aktuelle Studie bestätigt jetzt, dass Akne-Patienten von einer Ernährungsumstellung profitieren können. 32 Patienten (Alter: 20 bis 27 Jahre) mit leichter bis moderater Akne nahmen an der Untersuchung teil. Sie wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Die Teilnehmer der ersten Gruppe hielten über einen Zeitraum von zehn Wochen eine spezielle Diät ein, in der Lebensmittel mit niedriger glykämischer Last – also Vollkornprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte – bevorzugt werden sollten. Die zweite Gruppe fungierte als Kontrollgruppe. Die 15 Teilnehmer wurden nicht über die Zusammenhänge zwischen der Ernährung und ihrer Erkrankung informiert und behielten die gewohnte kohlenhydratreiche Ernährungsweise bei. Nach zwei, fünf und zehn Wochen untersuchten die Dermatologen den Hautzustand der Teilnehmer: Zahl und Größe der Akneläsionen wurden ermittelt und mittels Gewebeproben der Grad der Entzündung und die Größe der Talgdrüsen festgestellt.
Nach zehn Wochen ergab sich nur bei den Teilnehmern aus der Diät-Gruppe eine Verbesserung der Akneläsionen: Die Zahl der Läsionen war im Vergleich zu Studienbeginn um 30 Prozent verringert. Auch die Größe der Talgdrüse hatte abgenommen. In der zweiten Gruppe wurde dagegen keine nennenswerte Veränderung des Hautzustandes festgestellt.
Auf Basis dieser Ergebnisse kann davon ausgegangen werden, dass Akne-Patienten von einer Ernährung mit niedriger glykämischer Last profitieren können. Gut zu wissen: Diese Ernährungsweise gilt insgesamt als gesund und ist außerdem empfehlenswert für eine schlanke Linie.


Weitere Nachrichten aus Medizin und Forschung




 

Autor: Gesundheitsberatung.de 
Letzte Änderung am: 16.07.2014
 
Tipp