Tipp

Zahnoperationen

"Ambulante Anästhesie" oder "ambulante Operation" - sicherlich haben auch Sie diese Begriffe schon einmal gehört. Vielleicht stand bei Ihnen eine kleinere Operation an, bei der Ihr Arzt meinte: "das können wir auch ambulant machen". Gerade bei zahntechnischen Eingriffen wird diese Methode oft verwendet. "Ambulante Anästhesie" oder "ambulante Operation" bedeutet nämlich, dass der Patient den Tag davor und danach zu Hause verbringt - also wesentlich unkomplizierter als bei einem längeren Klinikaufenthalt. Der Einsatz moderner Lasertechnik erleichtert Operation und Diagnoseverfahren.

Routine
Viele Operationen und schmerzhafte Untersuchungen werden regelmäßig in Anästhesie durchgeführt. In diesem Zustand sind Schmerzempfindung und Bewusstsein ganz oder teilweise ausgeschaltet. Der Patient schläft und hat keine Schmerzen. Die Aufgabe des Facharztes für Anästhesie ist die Überwachung und Aufrechterhaltung der Narkose.

Seit über zehn Jahren steigt in Deutschland die Anzahl der ambulant durchgeführten Eingriffe stetig. Der Patient lernt seinen Operateur und Anästhesisten vor der Operation kennen und wird nur von Fachärzten behandelt. Ärztliches Fachwissen und patientengerechte Betreuung sind so gewährleistet. Seit über 20 Jahren werden zum Beispiel in den USA jedes Jahr Millionen von Operationen ambulant durchgeführt. Zur Zeit sind es nach Schätzungen etwa 50 Prozent aller Eingriffe.

Voraussetzungen
Wichtige Voraussetzungen bei der Durchführung von ambulanten Eingriffen in Anästhesie sind:

  • der Patient darf nicht an schwerwiegenden Erkrankungen leiden,

  • es sollten zum Zeitpunkt der Operation keine akuten Erkrankungen mit Fieber bestehen,

  • der Patient muss die Anweisungen vom Operateur und Anästhesist zum Verhalten vor und nach dem Eingriff/Anästhesie verstehen können und befolgen,

  • für die Zeit nach der Operation/Anästhesie benötigt der Patient unbedingt eine volljährige Begleitperson und ausreichend Betreuung zu Hause.

Ablauf am Operationstag
Nach einem Gespräch mit dem Anästhesisten, bei dem der Patient alles Wichtige über seinen Gesundheitszustand mitteilen sollte, wird im OP (Operationsraum) nach vorheriger Betäubung eine Venenkanüle gelegt. Anschließend wird über diese Kanüle das Einschlafmittel gegeben. Die Augen werden schwer und der Patient schläft ein. Dieser Zustand wird meist als angenehm empfunden. Während des folgenden Eingriffs werden alle wichtigen Körperfunktionen mit modernen Geräten überwacht.


Nach der Operation

Nach einer Operation oder einem größeren zahnmedizinischen Eingriff wie beispielsweise einem gezogenen Zahn gibt es einiges zu beachten. Viele Zahnärzte geben ihren Patienten nach der Operation ein Informationsblatt mit nach Hause, manche Ärzte erklären ihren Patienten mündlich, worauf sie anschließend achten müssen. Oft hat man jedoch schon wieder die Hälfte vergessen, ehe man zu Hause ist.

Worauf Sie nach einer Operation achten sollten:

  • Schonen Sie sich und vermeiden Sie jede körperliche Anstrengung. Dadurch kann die Wunde aufplatzen und erneut anfangen zu bluten.

  • Fahren Sie kein Auto, Fahrrad etc. und lenken Sie keine Maschinen. Ihre Reaktionsfähigkeit ist vor und nach dem Eingriff herabgesetzt.

  • Essen und trinken Sie nichts, bevor die örtliche Betäubung abgeklungen ist (befolgen Sie unbedingt diesbezügliche Angaben Ihres Zahnarztes/Ihrer Zahnärztin). Falls Sie überhaupt Appetit haben: nehmen Sie danach nur leichte Kost zu sich (keine Milchprodukte).

  • Vermeiden Sie jegliche Wärme: heiße Getränke, Bäder, Sauna sind tabu.

  • Wenn Ihre Wange anschwillt, können Sie mit kalten Packungen etwas gegen die Schwellung tun (zum Beispiel mit Eisbeuteln: Eiswürfel in eine Plastiktüte packen und ein sauberes Geschirrtuch darum wickeln).

  • Kleinere Blutungen können Sie selbst stillen, indem Sie zehn Minuten auf einen Knoten in einem sauberen Baumwoll-Taschentuch beißen. Sollte die Wunde stärker bluten, melden Sie sich in Ihrer Zahnarztpraxis oder beim zahnärztlichen Notdienst.

  • Sollten Sie Zahnschmerzen haben, können Sie ein leichtes, gut verträgliches Schmerzmittel einnehmen. Bei starken Schmerzen wenden Sie sich an Ihre Zahnarztpraxis oder an den zahnärztlichen Notdienst.

  • Reinigen Sie Ihre Zähne wie sonst auch, aber sparen Sie den Bereich um die Wunde aus.

  • Lassen Sie die Wunde in Ruhe: nicht daran saugen, herumdrücken oder ähnliches.

  • Verzichten Sie auf Mundspülungen und Wundspülungen.

  • Vermeiden Sie Alkohol, und rauchen Sie nicht.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 03.09.2008
 
Tipp