Bewegung
Die körperliche Bewegung spielt im Alterungsprozess und als Anti-Aging Maßnahme eine bedeutende Rolle. In einigen Studien konnte gezeigt werden, dass regelmäßige körperliche Bewegung bzw. Sport die Lebenserwartung steigern und helfen kann, Alterserscheinungen vorzubeugen. Dabei ist wichtig, nicht nur in jungen Jahren viel Sport zu treiben, sondern auch bis ins hohe Alter aktiv zu bleiben und je nach den eigenen Möglichkeiten zu versuchen, sich sportlich zu betätigen. Sportliche Betätigung hat nicht nur auf die Beweglichkeit, Koordinationsfähigkeit, Muskelkraft, Ausdauer und Schnelligkeit eine positive Auswirkung, sondern auch auf das Immunsystem, die Psyche und die allgemeine Lebenszufriedenheit.
Bewegung hat deutliche Effekte auf den Körper
Mit zunehmende Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des
Körpers und vieler Organe ab: so verringert sich zum Beispiel
die Herz-Lungen Leistungsfähigkeit, die Muskelmasse, die
Stoffwechselleistungen und Aktivität körpereigener
Enzyme, die Fließeigenschaft des Blutes wird schlechter, die
Skelettmuskulatur nicht mehr so gut durchblutet, es kommt zu einem
Mineralverlust der Knochen und die Insulinwirkung an den Zellen
verschlechtert sich.
Durch regelmäßige körperliche Bewegung im Beruf und Freizeit kann dieser altersbedingte Leistungsabbau verzögert werden. Am besten eignet sich dazu eine Kombination aus Ausdauersport und Muskelkrafttraining. Ausdauertraining hat einen positiven Einfluss auf die Herz-Lungen Leistungsfähigkeit, die Fließeigenschaft des Blutes, den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel und schützt durch die Katecholaminausschüttung vor Stress. In der Kombination mit einem Muskelkrafttraining regt es das Knochen- und Knorpelwachstum an, stärkt die Sehnen, beugt Muskelverlust und Haltungsschwächen vor und verbessert die Koordination sowie die Beweglichkeit.
Vorbeugung von psychischen Krankheiten
Ab einem Alter von ca. 35 bis 40 Jahren, nicht zuletzt aufgrund der
erhöhten Belastungen im Beruf- und Privatleben, nehmen
psychische Erkrankungen zu. Darunter sind nicht nur die depressive
Störungen, Abhängigkeitserkrankungen, Neurosen,
Persönlichkeitsstörungen zu nennen, sondern auch der
Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit als auch die
Alzheimer Erkrankung. Ein regelmäßiges körperliches
Training hat mehrere Effekte auf den Geist und die Seele. Zum einen
steigert es das Selbstbewusstsein, die Lebenszufriedenheit und das
geistige sowie körperliche Wohlbefinden, zum anderen hilft es
Stress und Ärger abzubauen, Ängste zu verringern und die
geistige Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit zu
stärken. Somit kann ein regelmäßiges Training nicht
nur psychischen Erkrankungen vorbeugen sondern auch zu einer
Besserung bestehender Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen
führen.
Wie wirkt Sport auf den Körper?
Es gibt verschiedene Ansätze, die versuchen die psychische und
physische Auswirkung von Sport oder körperlicher Bewegung auf
den Körper zu erklären. So konnte ein eindeutiger
Zusammenhang zwischen dem Muskelstoffwechsel und der Aktivität
verschiedener Gehirnregionen gefunden werden, die für
Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und körperliche
Aktivität zuständig sind. Körperliche Bewegung
steigert unter anderem die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe
wie Endorphine und Katecholamine, die die Stimmung beeinflussen.
Auch die erhöhte Körpertemperatur nach körperlicher
Bewegung trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Psychologisch
gesehen bietet körperliche Bewegung eine Abwechslung und
Möglichkeit den Geist zu entlasten. Das körperliche
Wohlbefinden wirkt sich auch auf den Geist aus und stärkt ihn
gegenüber Stresseinwirkungen. Sport in einer Gruppe oder in
einem Fitnessstudio hat ferner viele soziale Komponenten und
fördert zwischenmenschliche Kontakte sowie das
Zusammengehörigkeitsgefühl, die in der heute oft aus
Zeitmangel vernachlässigt werden.
Welcher Sport ist der richtige?
Zur Erhaltung der körperlichen und geistigen
Leistungsfähigkeit und Lebensverlängerung eignet sich je
nach individuellen Möglichkeiten am besten ein moderates
Ausdauertraining gekoppelt mit Muskelaufbau:
2 bis 3 mal die Woche regelmäßiges Laufen, Fahrradfahren, Schwimmen oder
Inlineskating an frischer Luft (jeweils ca. 45 bis 60 Minuten) und
15 bis 20 Minuten Gymnastik für Arme, Bauch, Beine und Po
(entweder zu Hause oder im Fitnessstudie an den zur Verfügung
stehenden Geräten nach einer fachlichen Einführung).
Wichtig ist es auch auf den richtigen Trainingspuls zu achten, der von dem
körperlichen Trainingszustand und Alter abhängt.
In Studien konnte gezeigt werden, dass ab einem zusätzlichen
Verbrauch von etwa 2000 kcal pro Woche durch Sport (entspricht ca.
4 Stunden Laufen/Muskeltraining) die durchschnittliche
Lebenserwatung etwa um 2 Jahre steigt. Dieser Effekt lässt
sich jedoch nicht durch exzessiven Sport steigern. Zuviel Training
oder Leistungssport ohne ausreichende Pausen kann den Körper
auch negativ beeinflussen und die Bildung von freien Radikalen
begünstigen, die das Immunsystem schwächen.
Tägliches intensives Training ohne genügend
Erholungsmöglichkeit für den Körper kann ferner zu
einem Übertrainingssyndrom führen, das mit einem
Leistungsabfall, verminderter Belastbarkeit auch im Alltag und
schneller Ermüdung einhergeht.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
