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Verwirrtheit


Von: peggi • 01.06.2006 [22:21]
Guten Abend,
mein Vater ist 84 und Diabetiker Typ II. Bisher war er ab und zu ein bißchen tüdelig, aber sonst war alles einigermaßen o.k.
Vor ein paar Wochen ging es ihm den ganzen Tag lang nicht so gut. Er hatte auch seit einigen Tagen Schwierigkeiten, den Insulin-Pen korrekt anzuwenden. Abends fiel mein Vater hin und konnte nicht mehr aufstehen, war verwirrt. Er kam für ein paar Tage ins Krankenhaus, wo umfangreiche Untersuchungen durchgeführt wurden. Ergebnis: unterzuckert, leicht ausgetrocknet, kein Schlaganfall, kein Tumor, keine Gehirnblutung. Jetzt ist er wieder zuhause. Sein Zustand hat sich gebessert, vom Rauchen ist er ganz weg, er soll kein Insulin mehr spritzen, sondern versuchen, es über eine zuckerarme Ernährung zu regeln, was auch zu klappen scheint. An Medikamenten nimmt er ein: Tremaril, Ramipril und Godamed 100. Er ist aber immer noch verwirrt. Ein Beispiel: Meine Eltern haben eine Doppelhaushälfte. Er meint jetzt aber, noch ein anderes Haus zu haben. Er meint, in einem Mehrfamilienhaus zu wohnen. Er sitzt morgens um 6 auf der Bettkante und sagt, er müsse jetzt zur Arbeit. Dann wieder sagt er, das mit dem anderen Haus hätte er sich nur ausgedacht, weil er nicht anders gekonnt hätte. Der Grad der Verwirrtheit schwankt, und manchmal ist mein Vater fast wie früher. Er kann nur sehr langsam gehen, noch langsamer als vor dem Krankenhausaufenthalt. Beim Gehen taumelt er ab und zu. Im Krankenhaus mußte er Windeln tragen. Auch jetzt leidet er noch teilweise unter Inkontinenz und hat auch nächtlichen Harndrang. Sein Arzt ist sich bei der Diagnose nicht so ganz einig und sagt nur immer, er wäre besser in einem Heim aufgehoben.
Nur um mal eine zweite Meinung zu hören: Was halten Sie von dem Ganzen? Könnte es Alzheimer sein oder vaskuläre Demenz?
Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus!
Übersicht Thema:

  Verwirrtheit peggi • 01.06.2006 [22:21]

  Re: Verwirrtheit Dr. Karin Wagemann • 03.06.2006 [18:41]

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