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Re: yersinien serologie


Von: A.W.S. • 30.05.2006 [17:22]
Hallo,
ich habe seit langem mal wieder das Netz nach dem Thema durchforstet.
Ich habe eine Yersinien-Arthritis seit 2000. Damals gab es nur sehr wenig Beiträge.
Da die Auswirkungen recht unterschiedlich sein können, kann ich nur schildern, was mir geholfen hat. Ich kenne auch keinen anderen Fall persönlich. Die oben genannten Symptome hatte und habe ich auch alle.
Ein Wundermittel kenne ich nicht.
Was wirkt sich bei mir erkennbar positiv aus:
-Kaffee verbessert die Durchblutung, wirkt gegen die Abgeschlagenheit und bessert die Stimmung. Lasse ich mir deshalb ungern von Gesundheitsaposteln ausreden.
-Diclofenac (unbedingt mit magenschonenden Zusätzen) gleich zu Beginn eines Schubes. Dann mehrere Tage kleine Dosen. Man braucht dann nicht so viel und fühlt sich besser. Auswirkung auf Magen, Darm, Nieren und Leber kontrollieren lassen. Leider wird einem am 1. Tag immer etwas schlecht davon.
-Bewegen, bewegen, bewegen... Jedoch keine starke Belastung, schon garnicht ruckartig.
-Kälte und mangelnde Durchblutung vermeiden, da das zu direkten Schmerzen führt.
-Bei Schmerzen nachts: Aufstehen und leichte Gymnastik auch wenn es schwerfällt.
-Nach Abklingen der akuten Beschwerden in den Gelenken unbedingt Mobilisierung durchführen lassen, da sich die Gelenkkapseln zusammenziehen. Hat bei mir bei den Fingern gut geholfen. Deshalb auch Dehnübungen durchführen.
-!Reizstrom hilft mir als einziges erkennbar immer auch bei akuten Beschwerden (im Gegensatz zu anderen Physiotherapien), auch bei Fersensporn.
-Bei tiefliegenden Schmerzen scheint auch Kurzwelle zu helfen.
-Bei Fußbeschwerden helfen natürlich bequeme Schuhe mit Einlagen (Im Winter warme!).
-Gegen Erschöpfung hilft nur Ruhe. Das ist halt wie bei einer Grippe. Besser kurze Ruhepausen, da sonst das Immunsystem wieder loslegt.
-Nach Abklingen der akuten Phase hatte ich mal etwas gefastet, um von meinem Frustspeck runterzukommen. Hat überraschend die immer noch vorhandenen Schübe erkennbar reduziert und zu einen wesentlich verbesserten Wohlbefinden beigetragen. Ob das auch in der akuten Phase anzuraten ist, weiss ich nicht. Vorsicht wegen der Medikamente.

Was hat bei mir n i c h t geholfen:
-Iboprofen,
-Teufelskralle, Vit. E, Magnesium,
-Wärmebehandlung: Ist zwar für den Moment angenehm, heizt aber anschließend die Beschwerden wieder an.
-Fußreflexzonenmassage,
-Ultraschall,
-Massage bei akuten entzündlichen Beschwerden (Danach dann sicher ok).

Sonst noch:
-Jedes Zipperlein, was man neu bekommt, ist im Zusammenhang mit dem Infekt zu betrachten.
-Vorsicht bei Zahnbehandlungen, die den Kieferbereich betreffen (Wurzelbehandlung). Hat bei mir wieder übelste Schübe hervorgerufen.
-Achtung bei brennenden und geröteten Augen. Spätestens dann, denke ich, sollte man eine Kortisonbehandlung anfangen. Aus jetziger Sicht hätte ich die für mich viel eher eine Kortisonbehandlung eingefordert. Als Wundermittel habe ich es (Prednisolon) wie gesagt auch nicht empfunden.
-Geduld: bei mir haben die Beschwerden tatsächlich wieder nachgelassen. Die Schmerzen waren schlimmer als die eigentliche Schädigung, so dass z.B. die Finger und die Füße mittlerweile wieder ok. sind. Hat allerdings lange gedauert. Das unterscheidet den Infekt von Rheuma.
-Da wie gesagt, Schädigungen meist nicht erkennbar sind, wird man gerne in die psychosomatische Ecke geschoben. Ist halt so. Nicht an sich selbst zweifeln. Zeugt von einer gewissen Ratlosigkeit mancher Ärzte, da die Fälle zu selten sind. Bei psychischen Problemen jedoch Hilfe einfordern.

Kopf hoch, ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen. Es wird besser werden, selbst wenn es u.U. lange dauert A.S.
Übersicht Thema:

  yersinien serologie kiti • 17.04.2006 [14:09]

  Re: yersinien serologie Dr. Werner Siekmann • 23.04.2006 [14:11]

  Re: yersinien serologie A.W.S. • 30.05.2006 [17:22]

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