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Re: Laser-OP trotz beg. Keratokonus?


Von: Dr. med. Otto Georg Maubach • 02.06.2006 [18:47]
Dr. med. Otto Georg Maubach
Sehr geehrter Pete,

einfach ist es nicht, aber möglich schon. Gerade komme ich von umserem Jahreskongress der deutschen Ophthalmochirurgen auf dem dieses Thema erörtert wurde.

Eine LASIK ist ohne Frage bei Keratokonus nicht angezeigt. Die Gefahr einer Aussackung der Hornhaut später ist zu groß. Eine Oberflächenbehandlung wie LASEK, Epi-LASIK oder PRK ist möglich. Bei -10 dptr. würde ich dies trotzdem nicht machen. Je nach Ihrem Alter würde ich hier eher auf eine Kontaktlinse IM Auge zurückgreifen wollen (z.B. Artisan oder Artiflex). Eine Hornhautverkrümmung ist sehr gut mit anderen Methoden zu behandeln, die das empfindliche Zentrum der Hornhaut nicht beeinflussen.

Es muß auch der Verlauf angeschaut werden, also wie die Brillenwerte sich über die letzten 7-10 Jahre entwickelt haben. Sehr wichtig und am liebsten auch über den Verlauf wären Hornhautoberflächenaufnahmen (Topographien), um noch besser beurteilen zu können ob es sich um einen Konus handelt oder nicht. Sehr seltene Erkrankungen wie die pellucidale marginale Hornhautdegeneration sind trotzdem auch für unsereins schwer zu erkennen.

Grüsse
Dr. Maubach, Augenarzt, Laserchirurg
iQGEN.com, Köln
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