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Re: Ich bin total fertig. An alle die es lesen wol


Von: LaliLoo • 23.05.2006 [15:27]
mein lebensgefährte (einzelkind) kam mit 27 jahren ums leben. seine mutter hat sich bis heute nicht fangen können. da denke ich mir schon sehr, sehr oft, wie es ihr gehen würde, hätte sie noch ein weiteres kind.
sie hat ihr leben so sehr auf diesen einzigen sohn ausgerichtet, lebte nur für ihn... da gab es nix anderes auf der welt.
wenn man so wie sie, so fixiert auf nur diesen einen sohn ist, wiegt so ein schicksalsschlag, der ohnehin grausam ist, vielelicht noch einmal mehr.
möglich, dass da ein weiteres kind doch trost spenden kann.

wobei ich leider noch einen traurigen fall kenne. ein dreiviertel jahr bevor mein michael ums leben kam, kam dessen bester freund ums leben.
er hatte einen bruder. allerdings wusste dieser bruder, dass der erstgeborene immer der liebling seiner eltern gewesen ist und war seines lebens selbst nicht mehr froh, weil er sich nur noch fragte, warum er nicht anstatt seines bruders gestorben wäre...
die eltern haben den anderen sohn gar nicht mehr wahrgenommen.


dadurch, dass ich durch michis tod (der vater meiner tochter) selbst davon betroffen bin, denke ich oft, oft, oft daran, was wäre, wenn meiner lara etwas passieren würde. ich weiß nicht, ob ich nicht ebenso enden würde, wie michaels mutter (laufend in der psychiatrie, weil ich keinen sinn mehr habe)... ein weiteres kind ist halt eine "aufgabe" die man hat, ein rückhalt den man hat...

aber andererseits kann/darf das niemals grund sein, ein weiteres kind, als quasi-absicherung ins leben zu setzen.


jasmin
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