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....ich leide schon seit 25 Jahren unter PMS....


Von: die Reina • 16.05.2006 [12:07]
Hallo...

Ja..bei mir fing das Ganze genau vor meiner ersten Periode an... ich war 13 Jahre jung...ich bekam damals erschreckliche Depressionen und machte mich mit negativen Gedanken fertig...
Niemand konnte mir damals genau sagen, was ich hatte... ein Arzt diagnostizierte eine Art Epilepsie, bekam auch Medikamente dagegen... nahm diese aber nicht lange, weil ein anderer Arzt der Meinung war.. ich hätte doch keine Epilepsie...
Mit der Zeit ging es mir einigermassen besser, bekam ab und zu Ängste und Stimmungsschwankungen.. die hielten in der Regel immer einen Tag oder sogar Stunden an..und danach habe ich einfach weiter gelebt und die Trauer war wieder vergessen...
Ich muss noch sagen, dass es nicht immer so schlimm war.. es gab Monate, wo es mir eigentlich sehr gut ging und die Stimmungsschwankungen nicht so stark waren...Typisch für Stimmungsschwankungen, die hormonell bedingt sind.. ist die Tatsache, dass man es naher vergisst, wie schlimm einem ergangen ist.. deswegen konnte ich die ganzen Jahre damit leben? und wie gesagt, ich habe nicht jeden Monat sterben wollen oder so?
Witzig finde ich jetzt, dass ich zwei Mal mit meinem damaligen Freund dann Schluss machte (das tat ich nach einem Heulkrampf) und hatte gar keine Bedenken danach..


Ich lebte die ganzen Jahre, ohne zu wissen, worunter ich litt..Wenn es richtig schlimm wurde habe ich Antidepressiva verschrieben bekommen.. nahm ich diese dann für mehrere Monate ein.. bis ich wieder stabil war..

Ich bin jetzt verheiratet habe eine Tochter geb. 2000 und ein Engel geb. 2005...
Die erste SS mit 32J war ok, hatte gar keine Beschwerde...aber die 2. SS mit 38J Jahren, war am Ende furchtbar... aus dem Nichts und ohne Grund bekam ich Weinkrämpfe, Ängste, innere Unruhe und Schlaflosigkeit.. Ich hatte auch noch solche Angst richtig durchzudrehen?ich war hochschwanger, hatte viel zugenommen und wollte nachts natürlich schlafen und mich ausruhen.. blieb aber bis 5 Uhr morgens wach... Es war so schlimm, dass ich am Ende doch Medikamente gegen die Schlafstörungen nehmen musste... habe eine niedrige Dosis genommen.. Antidepressiva wollte ich nicht nehmen? Traurig war die Tatsache, dass viele Ärzte sich mit Depris in der Schwangerschaft gar nicht auskannten und mir nicht sagen konnten, was ich noch dagegen machen könne..niemand konnte mir helfen, ich musste sehr stark sein und habe die ganze Zeit gehofft, dass das Ganze meinem Baby nicht schadet ?Ich habe die Tage bis zur Geburt fast jeden Tag gezählt?bis endlich mein Engel zur Welt kam.. Die Geburt war ohne Komplikationen und dank PDA ein Traum.. mein Baby kam auch gesund zur Welt und ihm geht es sehr gut und entwickelt sich prächtig?
Ich nahm vor dieser Schwangerschaft ein Antidepressivum, ich wurde dann ungeplant schwanger.. habe das Antidepressivum dann sofort abgesetzt?Am Anfang der SS ging mir gut, aber wie oben erwähnt die Probleme fingen genau am Anfang der letzen drei Monaten der SS an ?Die 2. SS hat mir auch gezeigt wie Hormonschwankungen unsere Gefühle, Gedanken und Stimmung beinflüssen können..

Um eine postpartale Depression zu vermeiden, habe ich sofort nach der Geburt mein Antidepressivum wieder genommen.. ich wollte für mein Baby da sein und diese wunderbare erste Zeit nicht mit Stimmungsschwankungen und negativen Gefühlen oder Gedanken vergeuden..Ich habe dann nicht stillen können..

Ich nahm dieses Antidepressiva 8 Monate lang.. während dieser Zeit habe ich viel über meine Symptome gelernt und habe versucht herauszufinden, was mit mir los war?

Obwohl ich ein Antidepressivum und die Pille nahm, traten leichte Stimmungsschwankungen auf.. ich habe dann die Pillen gezählt.. und siehe da.. es waren immer 7 oder 8 noch da.. das bedeutete dann, dass ich Stimmungsschwankungen immer 7 oder 8 Tagen vor meiner Periode bekam..Nach 8 Monaten Medikamenteinnahme habe ich mich für das Absetzen entschieden, da ich festgestellt habe, dass Antidepressiva die Ursache nicht behandelt sondern nur ein Symptom. Ich habe mir mehrere Bücher über gesunde Ernährung für die Psyche, Hormonen, alternativen Heilmethoden usw. usw? gekauft und habe viel im Internet recherchiert und vieles Interessantes gefunden?

Jetzt versuche ich meine Krankheit mit bestimmten Nährstoffen.. wie z.B. Vitamin B6, Omega Drei Fettsäuren, Magnesium, Calcium und Zink zu behandeln. Alle diese Nährstoffe werden bei PMS mit Erfolg eingesetzt?zusätzlich nehme ich noch Agnucaston und lasse mich akupunktieren?

Ich muss natürlich jetzt ein wenig Geduld haben, bis mein Organismus frei von Medikamenten ist? meine erste Periode nach dem Absetzen kam pünktlich, hatte aber mit starken Stimmungsschwankungen zu kämpfen? nach der Regel ging es wieder?

So? das ist mein Leben mit PMS gewesen? das wichtigste ist, dass ich weiß, was ich habe?und das muss behandelt werden.. daran arbeite ich jeden Tag.. es geht um mein Wohlsein und wenn es mir gut geht, geht es meinen Kindern auch gut?

Wer von euch hat auch so jung mit PMS zu kämpfen gehabt?

Ganz liebe Grüße, eure Reina
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