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Arthroskopie

Eine Arthroskopie oder Gelenkspiegelung ist ganz allgemein die Betrachtung eines Gelenkes mit einem optischen Gerät von innen, mit dem Ziel, krankhafte Veränderungen im Gelenk aufzuspüren und diese bei Bedarf zu behandeln. Ursprünglich war diese Untersuchungsmethode dazu gedacht, eine Diagnose zu sichern. Inzwischen sind aber für die häufigsten Fälle die entsprechenden Instrumente entwickelt worden, so dass in der gleichen Sitzung auch meistens ein gefundener Schaden behoben werden kann.

Es ist heute Standard, durch dieses minimalinvasive Vorgehen das Innere eines Gelenkes auf einen Monitor zu übertragen und mit Spezialinstrumenten, die an die einzelnen Gelenke angepasst sind, krankhaft veränderten Strukturen innerhalb des Gelenks operieren zu können. Dabei wird das Gelenk nicht aufgeschnitten, sondern das Arthroskop und die OP-Instrumente werden durch kleine Schnitte in das Gelenk eingeführt ("Schlüsselloch-Chirurgie").

Dieses Vorgehen ist im Vergleich zu einer Eröffnung des Gelenks sehr schonend und schmerzarm. Arthroskopische Operationen können häufig auch ambulant durchgeführt werden, d.h. der Patient kann noch am Operationstag wieder nach Hause und ein Krankenhausaufenthalt ist - abhängig von der Erkrankung - oft nicht notwendig.
Für arthroskopische Operationen sind vorwiegend große Gelenke geeignet:

Aber auch andere Gelenke werden schon gespiegelt und operiert, was aber meistens den Zentren überlassen bleibt:
  • Handgelenk

  • Fingergelenke

  • Hüftgelenk

  • Zehengelenke

  • Kiefergelenk

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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