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Nikotin

Zigaretten sind nicht cool, sondern eklig
(Quelle: Clarissa Schwarz/PIXELIO)

Nikotin ist die Wirksubstanz der Tabakpflanze, die ursprünglich auf dem amerikanischen Kontinent beheimatet war. Tabakblätter werden hauptsächlich zerkleinert in Form von Zigaretten geraucht, um die anregende Wirkung des Nikotins zu spüren. Raucher fühlen sich wacher und leistungsfähiger. Nikotin macht jedoch etwa genau so schnell abhängig wie Kokain oder Amphetamine. Weil rauchen der Gesundheit schadet, haben in der Vergangenheit viele Staaten den Konsum von Tabak eingeschränkt. In Deutschland wird durch das Jugendschutzgesetzt geregelt, dass Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nicht rauchen dürfen.


Wie wirkt Nikotin?

Nach einem Zug an der Zigarette erreicht das Nikotin innerhalb weniger Sekunden das Gehirn. Hier löst es im Körper eine Reihe von Reaktionen aus. Der Blutdruck steigt, der Herzschlag wird beschleunigt und die Hauttemperatur sinkt. Nikotin wirkt stimulierend. Das bedeutet, dass die Gedächtnisleistung und die Aufmerksamkeit verbessert werden. Die allgemeine Leistungsfähigkeit steigt. Gleichzeitig unterdrückt das Nikotin aber auch Gefühle wie Angst, Unsicherheit und Nervosität. Es zügelt den Appetit und verringert Stress.

Genau wie Kokain und Speed regt Nikotin innerhalb weniger Sekunden im Gehirn die Ausschüttung des als „Glückshormon“ bezeichneten Stoffes Dopamin an, was dazu führt, dass sich Raucher besonders wohl fühlen. Je stärker sich ein Raucher an das Nikotin gewöhnt, desto schneller klingt die wohltuende Wirkung wieder ab und er greift häufiger zur Zigarette. Nikotin macht körperlich und geistig sehr schnell abhängig. Sind keine Zigaretten zur Hand, kommt es bei starken Rauchern schnell zu Entzugserscheinungen, wie beispielsweise Aggressivität, Ärger, Unruhe und Schlafstörungen.


Rauchen und die Folgen für die Gesundheit

Neben dem Nikotin, das in erster Linie die Abhängigkeit auslöst, sind im Tabakrauch noch andere Stoffe enthalten, die der Gesundheit schaden und Krebs auslösen können. Dazu gehören Schwermetalle wie Arsen und Kadmium, Teerbestandteile und Blausäure. Das Tückische am Rauchen ist, dass die schädliche Wirkung nicht sofort, sondern erst nach einiger Zeit und oft erst nach Jahren einsetzt.

Rauchen macht sich zunächst durch eine verringerte Leistungsfähigkeit bemerkbar. Beim Sport und Treppensteigen kommen Raucher schneller aus der Puste. Auf Dauer lässt rauchen die Haut schneller altern und schädigt die Adern. Folgen können unter anderem Impotenz, Schlaganfall und Herzinfarkt sein. Außerdem können durch das Rauchen auch der Geschmacks- und der Geruchssinn verloren gehen. Raucher erkranken auch häufiger als Nichtraucher an verschiedenen Krebserkrankungen wie Lungen-, Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs.

Besonders gefährlich wird es für Kleinkinder, wenn sie Zigarettenstummel verschlucken. Dieses Versehen kann für sie tödlich enden.

Quellen:
F.A. Brockhaus (Hrsg.).: Der Brockhaus Gesundheit. F.A. Brockhaus GmbH, Leipzig/Mannheim 2006
Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.drugcom.de (Stand: März 2008)
Online-Informationen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V.: www.dhs.de (Stand: März 2008)

 

Autor: Jessica Schmid 
Letzte Änderung am: 11.04.2008
 
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