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Atemtherapie

In der Atemtherapie soll der Patient lernen, das Atmen bewusst wahrzunehmen und unter Umständen zu verändern. Atmen ist ein unbewusster Vorgang, über den man nicht nachdenken muss. Bei körperlicher Anstrengung oder seelischer Belastung wird uns bewusst, welche Bedeutung die Atmung hat. Stress, Hektik, Bewegungsmangel, Fehlhaltungen oder Übergewicht können dazu führen, dass sich das natürliche Atemmuster verändert und es dadurch zu einer falschen Atemtechnik kommt. Dies kann zu den verschiedensten Beschwerden oder Erkrankungen führen.

Verschiedene Atemmuster
Jeder Mensch hat seine individuellen Atemmuster. Mit jeder Bewegung oder Tätigkeit, mit jeder Gefühlsregung oder Stimmungsänderung kann sich die Atmung plötzlich ändern. So wird der Atem zum Beispiel bei Aufregung schneller und unruhiger, bei Ruhe langsamer und bei körperlicher Anstrengung reicht dem einen oder anderen die Luft gar nicht mehr und er beginnt nach Luft zu ringen. So ist zu sehen, dass der Atem deutlich auf Belastungen, und zwar nicht nur körperliche, sondern auch seelische Belastungen reagiert. An der Atmung kann man also etwas über die körperliche und seelische Verfassung eines Menschen erkennen. Man kann aber anders herum mit dem Atem auch Einfluss nehmen auf körperliche und psychische Spannungen, wie es zum Beispiel auch bei vielen Entspannungstechniken versucht wird. So kann der Atem als Möglichkeit eingesetzt werden, Körper und Seele zu entspannen und zu beruhigen.

Was soll die Atemtherapie bewirken?
Die Atemtherapie soll dem Menschen helfen, den natürlichen gesunden und rhythmischen Atem wiederzuerlangen. Die Atemtherapie soll positiv auf die seelische Grundverfassung einwirken, Entspannung fördern und den gesundheitlichen Zustand günstig beeinflussen.

Die Methode der Atemtherapie
In der Atemtherapie wird der Patient angeleitet, durch den Körper zu fühlen und die Aufmerksamkeit auf den Atem zu lenken. Der Patient soll sich das Atmen bewusst machen und fühlen, wo und wie der Atem fließt. Dazu werden verschiedenen Atemübungen angewendet.

Einzel- oder Gruppenstunde?
Die Atemtherapie und die verschiedenen Atemübungen können in Einzelstunden oder Gruppensitzungen stattfinden. Oft werden Atemübungen auch in Kombination mit Yoga durchgeführt werden. Die Einzeltherapie wird meist im Liegen durchgeführt und ist individuell auf den Patienten abgestimmt. Bei Gruppensitzungen gibt der Therapeut bestimmte Bewegungsabläufe oder Übungen vor, die im Sitzen, Stehen oder Liegen durchgeführt werden. Hier soll der Patient seinen Atem erfahren und Veränderungen im Atemrhythmus, in der Haltung und im Befinden entdecken.

Wann kann die Atemtherapie eingesetzt werden?
Die Atemtherapie gilt wie alle Naturheilverfahren als unterstützende Therapie und ersetzt nicht die Therapie eines Arztes. Besonders geeignet ist die Atemtherapie bei Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Stimm- und Sprachstörungen, seelischen Schwierigkeiten wie Ängsten, Nervosität oder Depressionen, oder bei Schlafproblemen. Auch bei Menstruationsschmerzen, Blähungen, Verdauungsproblemen oder Kreislaufstörungen kann die Atemtherapie helfen.

Auch gesunde Menschen können von der Atemtherapie profitieren, indem sie lernen, sich besser zu entspannen..

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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