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Beifuß-Ambrosie: Neue Gefahr für Allergiker

Neuer Allergieauslöser

Beifuß-Ambrosie: Neue Gefahr für Allergiker         

Neue Gefahr für Allergiker Infolge der warmen Witterung hat die Pollensaison längst begonnen. Allergiker reagieren mit Fließschnupfen, tränenden Augen oder auch Asthma-Symptomen auf die Pflanzenpollen in der Luft. Neben den bekannten Übeltätern wie Hasel, Birke und verschiedenen Gräsern sorgt seit einigen Jahren auch ein aus Nordamerika eingeschleppte Gewächs für unangenehme Beschwerden – die Beifuß-Ambrosie, auch „Ragweed“ genannt. Das Problem: Die Pflanze weist ein besonders hohes allergenes Potenzial auf und breitet sich zunehmend in Europa aus.

Die Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) stammt ursprünglich aus Nordamerika, ist heutzutage jedoch in vielen Teilen Europas − auch in Deutschland – verbreitet. Die stark verzweigte Pflanze wächst vor allem an Weg- und Straßenrändern, auf Äckern oder Baustellen, aber auch in privaten Gärten. 

Ambrosie-Pollen: Hohes allergenes Potenzial

Die Ambrosie hat ihre Hauptblütezeit im Spätsommer, insbesondere in den Monaten August und September. Da zu dieser Zeit die meisten allergieauslösenden Pflanzen bereits verblüht sind, stellt die Ambrosie nicht nur eine zusätzliche Belastung für empfindliche Personen dar, sondern verlängert auch die Leidenszeit für viele Allergiker. Besonders bedenklich: Die Pollen sind hochallergen – schon wenige Pollen pro Kubikmeter Luft können heftige allergische Reaktionen von Bindehautentzündung über „Heuschnupfen“ bis hin zu allergischem Asthma bronchiale auslösen.

Experten-Tipps zur Bekämpfung der Beifuß-Ambrosie

Für die Ausbreitung der Pflanze spielt offenbar verunreinigtes Vogelfutter (z. B. kontaminierte Sonnenblumensamen) eine zentrale Rolle. Auf diese Weise findet die Pflanze ihren Weg in Gärten und Parks und kann sich von dort aus weiter ausbreiten. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e. V. rät daher, den eigenen Garten regelmäßig auf Ambrosie-Pflanzen zu kontrollieren. Da bei mehrmaligem Kontakt mit der Pflanze die Gefahr einer allergischen Sensibilisierung besteht, empfehlen die Experten, zur Beseitigung Handschuhe, Mundschutz und Schutzbrille zu tragen. Wichtig: Personen, die bereits allergisch reagieren, sollten den Kontakt zur Pflanze grundsätzlich meiden. Zudem sei es wichtig, die Pflanze mitsamt der Wurzel auszureißen und sie nicht zu kompostieren, sondern in Plastiktüten verpackt im Hausmüll zu entsorgen. Zudem sollten größere Bestände der Beifuß-Ambrosie bei der zuständigen Behörde (z. B. beim Umweltamt) gemeldet werden.


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Autor: Gesundheitsberatung.de 
Letzte Änderung am: 16.07.2014
 
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