Beckenboden
Der Beckenboden ist bei der Stressinkontinenz, einer Formen der Blasenschwäche, ursächlich mitbeteiligt, da der Verlust seiner Festigkeit zu einer Lageveränderung der Organe im kleinen Becken führt. Die Muskeln des Beckenbodens sind nicht sichtbar und sie sind von außen nur am Damm (Perineum) zwischen After und Scheide bzw. Hodensack zu tasten und zu fühlen.
Anatomie des Beckenbodens
Der Beckenboden ist ein etwa 1 bis 2 cm dicker, mehrschichtiger,
muskulär-bindegewebiger Abschluss des kleinen Beckens nach
unten. Er spannt sich schalenförmig wie ein flacher Trichter
zwischen Steißbein, Sitzbeinen und Schambeinen aus. Der
Beckenboden wird vom After und der Harnröhre durchbrochen. Da
bei Frauen auch die Scheide den Beckenboden unterbricht,
schwächt das die Gesamtfestigkeit zusätzlich.
Funktion des Beckenbodens
Der Beckenboden ist der Abschluss des kleinen Beckens nach
außen. Er stützt Blase, Gebärmutter und Mastdarm
von unten und hält die inneren Organe des kleinen Beckens
sicher an ihrem anatomischen Platz. Die Muskeln des Beckenbodens
haben durch schlingenförmig angeordnete Muskelzüge einen
wesentlichen Anteil am aktiven, willentlichen Verschluss von After und
Harnröhre, in geminderte Form auch der Scheide.
Durch die Veränderung der Körperhaltung in den aufrechten
Gang hat die Belastung auf den Beckenboden erheblich zugenommen, da
sich der im Bauchraum herrschende Druck zusätzlich auf den
Beckenboden überträgt. Ein Teil der Muskulatur besteht
aus glatten Fasern, die wir nicht beeinflussen können. Die
restliche Muskulatur lässt sich anspannen und kann wie jeder
andere Skelettmuskel trainiert werden.
Bewusst wird uns das nur, wenn wir vor einer besetzten Toilette
stehen und einkneifen müssen.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
