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Blutdruck

 Ein Arzt kann den Blutdruck auf einfache Weise messen

Ein Arzt kann den Blutdruck auf einfache Weise messen
(Quelle: DAK/Schläger)

Der Blutdruck ist der durch die Herztätigkeit erzeugte Druck in den Blutgefäßen. Richtiger ist deshalb der Begriff Gefäßdruck. Er variiert je nach Bereich des Blutgefäßsystems: In der Nähe des Herzens ist er am höchsten und nimmt zu den Extremitäten hin ab, je weiter die Entfernung zum Herzen ist. Der Blutdruck ist notwendig, damit das Blut ständig und in ausreichendem Maße durch den Körper strömt, um ihn mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Das Blut muss auf seinem langen Weg durch enge Blutgefäße einen gewissen Widerstand überwinden. Die Höhe des Blutdrucks hängt von der Leistung des Herzens und vom Strömungswiderstand in den Arterien ab.


Blutdruckwerte - systolisch und diastolisch

Der Blutdruck wird in zwei Werten mit der Maßeinheit mmHg oder "Millimeter Quecksilbersäule" angegeben. Der obere (systolische) Wert entspricht dem Druck, den das Herz aufbringt, um das Blut in den Kreislauf zu pumpen. Er wird beim Öffnen der Blutdruckmanschette ermittelt. Der niedrigere (diastolische) Wert, der den passiven Gefäßwiderstand bei entspanntem Herzmuskel angibt, wird während der vollständigen Gefäßweite gemessen. Der Blutdruck steigt mit zunehmendem Alter etwas an.


Normale und krankhafte Blutdruckwerte

Als normal gelten Blutdruckwerte in Ruhe bis zu 140/90 mmHg. Gesunde Menschen zwischen 20 und 30 Jahren haben einen normalen Blutdruck von ungefähr 120/80 mmHg. Bei Anstrengung beginnt das Herz schneller und kräftiger zu schlagen, weil der Körper mehr Sauerstoff braucht. Der systolische Blutdruck steigt an. Nach einiger Zeit beruhigt sich der Herzschlag wieder und der Blutdruck sinkt auf einen normalen Wert. Im Schlaf sinkt der Blutdruck leicht ab, dafür ist er morgens am höchsten.

In höherem Alter ist es normal, wenn der systolische Wert in Ruhe auf bis zu 140, der diastolische auf bis zu 90 mmHg ansteigt. Werte, die in Ruhe dauerhaft zu niedrig liegen (unter 100/60 mmHg), bezeichnet man als Hypotonie (zu niedriger Blutdruck). Werte, die in Ruhe dauerhaft 140/90 mmHg und höher sind, entsprechen einer Hypertonie (Bluthochdruck). Steigen die Blutdruckwerte plötzlich stark an, liegt eine Bluthochdruckkrise vor. Bei dieser handelt es sich um einen akuten Notfall.


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Quellen:
F.A. Brockhaus (Hrsg.).: Der Brockhaus Gesundheit. F. A. Brockhaus, Leipzig 2006

 

Autor: Miriam Funk 
Letzte Änderung am: 12.09.2012
 
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