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Body-Mass-Index (BMI)

Der Body-Mass-Index wird herangezogen, um eine Erkrankung - beispielsweise Essstörungen - festzustellen oder deren Schweregrad zu beurteilen

Der Body-Mass-Index wird herangezogen, um eine Erkrankung - beispielsweise Essstörungen - festzustellen oder deren Schweregrad zu beurteilen
(Foto: RainerSturm/PIXELIO)

Der Body-Mass-Index ist der international gebräuchlichste Wert zur Beurteilung des eigenen Körpergewichts. Er beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße und berechnet sich aus dem Körpergewicht, welches durch das Quadrat der Körpergröße geteilt wird.


Der BMI
Berechnung des BMI bei Kindern
Grenzen der Aussagekraft des Body-Mass-Index

BMI = Körpergewicht [kg] / Körpergröße [m] x Körpergröße [m]

Nach Einstufung der Weltgesundheitsorganisation gilt ein Erwachsener unabhängig von Alter und Geschlecht mit einem BMI


  • unter 18,5 als untergewichtig
  • zwischen 18,5 und 24,9 als normalgewichtig
  • von 25 oder darüber als übergewichtig
  • über 30 als stark übergewichtig.

Beispiel: Bei einem Gewicht von 65 Kilogramm und einer Größe von 1,68 Metern beträgt der Body-Mass-Index 23 und liegt somit im normalen Bereich. Außerdem ist der BMI abhängig vom Alter einer Person. Die optimalen BMI-Werte für die unterschiedlichen Altersgruppen sind:


Alter BMI
19 - 24 19 - 24
25 - 34 20 - 25
35 - 44 21 - 26
45 - 54 22 - 27
55 - 64 23 - 28
65 und älter 24 - 29

Der Body-Mass-Index wird herangezogen, um eine Erkrankung - beispielsweise Essstörungen - festzustellen oder deren Schweregrad zu beurteilen. Ein BMI bei oder unter 17,5 gilt als Grenzwert für eine Magersucht. Ein BMI von 30 und mehr gilt als Grenzwert für starkes Übergewicht (Adipositas). Auch Empfehlungen zur Gewichtszunahme während der Schwangerschaft orientieren sich am Body-Mass-Index.


Berechnung des BMI bei Kindern

Bei Kindern und Jugendlichen bis zum Alter von 18 Jahren schwankt das Verhältnis von Knochen- und Muskelmasse während des Wachstums. Daher wird bei ihnen eine Abwandlung des Body-Mass-Index zur Einschätzung des Körpergewichts genutzt. Bei der Auswertung werden Geschlechterunterschiede und Altersmerkmale berücksichtigt.

Der Index dient auch hier zur Diagnose, beispielsweise von Übergewicht und Adipositas, die zu orthopädischen und psychischen Erkrankungen sowie zu Herz-Kreislauf-Problemen führen können. Bereits 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 17 Jahren in Deutschland sind übergewichtig. Etwa vier bis fünf Prozent sind stark übergewichtig (adipös).


BMI-Kurve für Jungen
BMI-Kurve für Mädchen


Grenzen der Aussagekraft des Body-Mass-Index

Der Body-Mass-Index steht stark in Zusammenhang mit dem Körperfettanteil. Es können mit ihm keine Aussagen zur Verteilung von Fett und Muskeln im Körper oder zur allgemeinen Fitness eines Menschen getroffen werden.

Das Körpergewicht kann von genetischen Faktoren beeinflusst sein. Daher ist das individuell "richtige" Körpergewicht oft abhängig von Faktoren wie sportlicher Betätigung, Ernährung oder der Art der Berufstätigkeit.



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Quellen:
Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.bzga-kinderuebergewicht.de (Stand: Juni 2008)
Online-Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO): www.who.int (Stand: Juni 2008)
Online-Informationen der Universität Hohenheim: www.uni-hohenheim.de (Stand: September 2008)

 

Autor: Jessica Schmid 
Letzte Änderung am: 30.11.2009
 
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