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Therapiemöglichkeiten für die Benigne Prostatahyperplasie

Die Behandlungsmöglichkeiten für die Benigne Prostatahyperplasie (BPH) gliedern sich in Abhängigkeit von der Gewebevermehrung der Vorsteherdrüse (Prostata) und dem Ausmaß der Beschwerden in unterschiedliche Therapieformen und verschiedener Invasivität.
Geringfügige Symptome einer BPH wie eine allmähliche Abschwächung des Harnstrahls und ein verzögerter Beginn des Wasserlassens sind normalerweise nicht behandlungsbedürftig, wohingegen mäßig starke bis schwere Symptome die Lebensqualität der Patienten erheblich einschränken, da sie den Schlaf und das tägliche Leben beeinflussen. Deshalb wird bei mäßig ausgeprägten bis starken Symptomen eine Behandlung empfohlen. Bis vor kurzem gab es nur die Alternativen der täglichen Einnahme von Medikamenten oder der Operation. Inzwischen hat sich das Behandlungsspektrum erweitert.

Vor- und Nachteile abwägen
Sowohl Medikamente als auch Operation haben jeweils Vor- und Nachteile, bleiben aber für einige Patientengruppen gute Therapieoptionen. Die aktuelle Entwicklung minimalinvasiver Therapien (MIT) eröffnet Patienten jetzt weitere Behandlungsmöglichkeiten, die sich spezifisch für die individuellen Bedürfnisse bezüglich des Lebensstils und der Gesundheit auswählen lassen. Ziel der minimalinvasiven Therapien ist es, mit weniger invasiven Mitteln als mit einer konventionellen Operation (TURP oder offene Operation durch die Bauchdecke) eine gleichwertige Besserung der Lebensqualität zu erzielen und gleichzeitig mögliche Risiken und Nebenwirkungen gering zu halten bzw. zu vermeiden.

Komplikationen vermeiden
Zu den chirurgischen Komplikationen einer konventionellen Operation können größere Blutungen, Inkontinenz, Impotenz, retrograde Ejakulation (Samenerguss in die Blase) und TURP-Syndrom gehören. Das TURP Syndrom ist eine spezielle Komplikation bei bis zu 2% der Patienten, die durch besonders große Mengen der während des chirurgischen Eingriffs verwendeten Spülflüssigkeiten verursacht wird. Typisch sind starke Belastungen des Herz-Kreislauf-Systems und neurologische Symptome. Das Syndrom muss als lebensbedrohlich verstanden werden.
Die inzwischen wissenschaftlich anerkannten Methoden der Prostatabehandlung in Form minimalinvasiver Therapieverfahren wie z.B. die TUNA, sind attraktive Alternativen.

Stufenschema der Behandlung
Für BPH gibt es verschiedene therapeutische Möglichkeiten:

Quelle: Medtronic

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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