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Büstenhalter

Der Büstenhalter, abgekürzt BH, ist ein Kleidungsstück für die weibliche Brust. Als solches hat er medizinische, modische und erotische Funktionen. Seine Vorläufer sind steife Mieder und Korsetts, die heute nur noch selten getragen werden. Der erste BH der Neuzeit wurde 1913 erfunden.

Mode
Der BH formt die weibliche Brust und ist damit ein wichtiges modisches Accessoire. Wenn große Brüste modern sind, kann die Frau ihn mit Einlagen tragen, um Fülle vorzutäuschen. Wenn kleine Brüste modern sind, kann sie einen BH wählen, der die Brust flach drückt und damit kleiner erscheinen lässt. Zeitweilig wurden BHs getragen, die die Brust sehr spitz modellierten. Es gibt BH, die die Brüste deutlich teilen und andere, die das nicht tun.
In Form, Farbe und Material sind der modischen Fantasie keine Grenzen gesetzt. Da es sich in der Regel um Unterwäsche handelt, spielen Tragegefühl und auch Erotik eine große Rolle.

Erotik
Da die weibliche Brust in unserer Kultur beim Sex eine große Bedeutung hat, hat der BH oft eine erotische Funktion. Er soll nicht nur stützen und formen, er soll auch präsentieren und einladen. Besonders fällt das auf an ausgefallenen Modellen, die aus Lack oder Leder, aus Stahl, Esspapier oder anderen für Textilien eher ungewöhnlichen Materialien sind.
Wann ein Büstenhalter erotisch ist und wann lediglich modisch, ist reine Geschmackssache.

Stütze
Wenn die Brust etwas größer ist und besonders dann, wenn sie schon etwas schlaffer geworden ist, dann kann sie mit einem Büstenhalter gestützt werden. Die Brüste schwingen nicht mehr hin und her und bleiben in Form. Besonders beim Sport ist das angenehm, denn ein heftiges Auf und Ab der Brüste kann schmerzhaft sein. Für diesen Zweck gibt es Sport-BHs, die besonders fest sind.

Medizinische Funktionen
Nach einer Brustoperation wird häufig ein Büstenhalter empfohlen, damit das Gewebe weniger belastet wird und schneller heilen kann. Dann werden auch die Narben nicht so groß.
Wenn die Brust auf dem Brustkorb aufliegt, entsteht in dieser Falte Schweiß. Hier können sich leicht Pilze bilden. In so einem Fall könnte es angezeigt sein, einen Büstenhalter oder ein Bustier zu tragen. Sie saugen den Schweiß auf und wirken vorbeugend.
Andere medizinische Indikationen für einen Büstenhalter gibt es nicht.



BH: Exoten

Büstenhalter gibt es in jedem Kaufhaus. Sie sind gewöhnlich aus Textilmaterialien, manchmal mit einem Bügel und oft mit Spitze veredelt. Es gibt aber auch ganz ausgefallene Stücke, die es nicht oder noch nicht überall zu kaufen gibt.

Lack und Leder
In Sexshops gibt es Büstenhalter aus Lack oder Leder zu kaufen. Sie haben im Wesentlichen erotische Funktion. In großen Städten gibt es auch Sexshops für Frauen.

Stahl
Diese Stücke sind aus Stahl oder anderen Metallen. Sie bestehen aus zwei Schalen, die die Brüste bedecken, und verschiedenen Ketten, die sie mit einander verbinden und eine Befestigung am Oberkörper erlauben. Dem Vernehmen nach gibt es diese Exoten auch als Bausatz. Der Bausatz ist dann etwas preiswerter als das fertig montierte Modell.

Essbar
Essbare Büstenhalter auf Mehlbasis werden ebenfalls im Handel angeboten. Sie lösen sich im Wasser auf. Sie können auch direkt von der Haut gegessen ("geleckt") werden. Es gibt verschiedene Geschmacksrichtungen.

Gefüllter BH
Der Gel-BH ist ein normaler BH, der eine neuartige Polsterung enthält. Anders als bisherige Polsterungen bewegt sich diese laut Hersteller so natürlich wie die Brust selbst. Es gibt auch Wasser-BHs, bei denen die Polsterung mit Wasser gefüllt ist. Auch sie bewegen sich angeblich auf natürliche Weise mit der Brust mit. Manche sollen gluckern.

High-Tech
Diese neue Entwicklung ist als Schutz gedacht: Ein eingenähter Sensor misst den Herzschlag der Trägerin. Wenn dieser sich überraschend erhöht, zum Beispiel weil die Frau gerade überfallen wird, wird per Satellit in einer Zentrale Alarm ausgelöst. Der Hersteller geht davon aus, dass auf diese Weise Frauen vor Überfällen besser geschützt sind. Denn wenn sich der Herzschlag erhöht, kann gleich die Polizei einschreiten.
Sinnvoller könnte eine andere, simplere Erfindung sein. Es gibt Sport-BHs, in die sich ein Pulsmesser einsetzen lässt. Die zugehörige Uhr am Handgelenk empfängt per Funk die Daten. So kann die Sportlerin jederzeit nachsehen, wie stark sie sich gerade belastet. Diese Messgeräte gibt es auch für Männer. Sie können einfach um den Brustkorb gebunden werden.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 24.09.2013
 
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