Transanale endoskopische Mikrochirurgie
Die Transanale endoskopische Mikrochirurgie (TEM) ist
eine moderne Operationstechnik, die es ermöglicht,
größere Darmpolypen
und Frühstadien von Dickdarmkrebs
ohne Bauchschnitt oder Anlage eines künstlichen Darmausgangs
aus dem Mastdarm zu entfernen. Fast die Hälfte aller
Dickdarmtumoren entwickelt sich im untersten Darmabschnitt und wird
so vom After aus zugänglich.
Die in den 80er Jahren entwickelte Operationsmethode
ermöglicht die Tumorentfernung durch den After. Ein spezielles
Instrumentarium erlaubt es, bis in eine Höhe von etwa 24 cm
vom Anus zu operieren. Das Operationsrektoskop hat eine Beleuchtung
und ein optisches System mit Vergrößerungseffekt. Der
Darm wird durch einströmendes Gas entfaltet.
Die Operation wird in Narkose durch den After (transanal) mit einer vergrößernden Optik (endoskopisch) und feinen Instrumenten (mikrochirurgisch) durchgeführt und man kann auf diese Weise Darmpolypen, die bei einer Darmspiegelung nicht mit einer Schlinge entfernt werden können, im Schleimhautniveau (Mukosektomie) abtragen oder Krebs im frühen Stadium durch eine Teil- oder Vollwandausschneidung (Excision) herausoperieren. Die Darmwand wird dann wieder vernäht.
Der Vorteil dieser Operation ist die geringe Belastung für die Patienten, die den Darmkrebs erst im höheren Alter erleben und denen sonst eine Bauchoperation zugemutet werden müsste. Die Ergebnisse aus Untersuchungen und Studien zeigen eine deutliche Überlegenheit bezüglich der Überlebensrate und der Rezidive, wenn also der Krebs nachwächst.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
