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Das Immunsystem stärken: Mit der Arzneipflanze Wasserdost


Pflanzlicher Virenkiller

Das Immunsystem stärken: Mit der Arzneipflanze Wasserdost

Das Immunsystem stärken: Mit der Arzneipflanze Wasserdost Winterzeit ist Erkältungszeit – neben grippalen Infekten haben jetzt auch allerlei Tipps zur Immunstärkung Hochsaison. Doch nicht alle Ratschläge sind wissenschaftlich fundiert. Eine Arzneipflanze, die in der Heilkunst der Indianer Nordamerikas eine lange Tradition hat, sorgt jetzt allerdings unter Wissenschaftlern für Aufsehen: Mittels moderner Untersuchungsmethoden konnten immunstärkende und deutlich antivirale Effekte zweifelsfrei nachgewiesen werden. Experten sprechen deshalb auch von einem pflanzlichen Anti-Infektivum.

In der kalten Jahreszeit haben grippale Infekte Hochkonjunktur – kein Wunder, dass es uns jedes Jahr aufs Neue eiskalt erwischt. Gut gemeinte Ratschläge für die Stärkung des Immunsystems bekommt man jetzt an jeder Ecke: Barfuß-Wandern im Schnee, Bachblüten-Therapie oder Nasenduschen – nicht alle Empfehlungen sind wissenschaftlich belegt. Schließlich ist die Sache mit der Stärkung der Abwehrkräfte nicht ganz einfach, denn das menschliche Immunsystem ist kompliziert aufgebaut und seine Funktion wird durch zahlreiche Faktoren fein reguliert.

Das Immunsystem: Die körpereigene Abwehrtruppe gegen Viren & Co.
Unser Immunsystem ist ein hocheffizientes Abwehrsystem, das eingedrungene Krankheitserreger bekämpfen und auch körperfremde Substanzen sowie entartete körpereigene Zellen unschädlich machen kann. Um diese Aufgaben zu erfüllen, ist ein hochkompliziertes Zusammenspiel verschiedener Organe, Zellen und Substanzen erforderlich. Dabei kommen zwei Abwehrsysteme zum Einsatz: Das spezifische und das unspezifische Immunsystem. Die spezifische Abwehr wird im Laufe des Lebens aufgebaut und ist speziell auf Krankheitserreger zugeschnitten, mit denen der Einzelne Kontakt hatte. Die unspezifische Abwehr ist dagegen angeboren und liefert sozusagen die „Basistruppe“ der Abwehrkräfte. Dabei spielen die sogenannten Makrophagen eine zentrale Rolle: Sie erkennen schädliche Eindringlinge, schleusen sie in ihr Inneres ein und zersetzen sie mithilfe von speziellen Enzymen − daher werden Makrophagen auch als Fresszellen bezeichnet. Die zweite Aufgabe der Makrophagen ist die Produktion von Chemokinen. Dabei handelt es sich um spezielle Substanzen, die im Körper als Botenstoffe wirken. Sie rufen gewissermaßen „Verstärkung“ herbei, indem sie weitere Fresszellen und andere Zellen des Immunsystems anlocken. Das ist der Schritt, der sich in der aktuellen Forschung als besonders interessant im Hinblick auf die Bekämpfung von Virusinfektionen erwiesen hat. Denn hier setzt eine der wichtigsten Arzneipflanzen im Kampf gegen grippale Infekte an: der nordamerikanische Wasserdost.

Wasserdost: Das pflanzliche Anti-Infektivum
Schon die nordamerikanischen Indianer wussten den Wasserdost aufgrund seiner ausgeprägten Heilkräfte zu schätzen und setzten Zubereitungen der Wildpflanze bei fieberhaften Infektionen ein. Heute ist der Wasserdost (botanisch: Eupatorium perfoliatum) aus der modernen Naturheilkunde nicht mehr wegzudenken, da das pflanzliche Anti-Infektivum einen hohen Stellenwert in der Vorbeugung und Behandlung grippaler Infekte hat. Es kommt in Form von wasserdosthaltigen Präparaten zum Einsatz, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. Wie es bei vielen Heilpflanzen der Fall ist, blieben auch bei Wasserdost die genauen Ursachen für die überzeugende Wirksamkeit lange Zeit im Dunkeln – bis vor kurzem im Rahmen wissenschaftlicher Studien neue Erkenntnisse zur Wirkweise gewonnen werden konnten.

Wasserdost wirkt stimulierend auf die Abwehrkräfte
In früheren Untersuchungen wurde bereits nachgewiesen, dass durch wasserdosthaltige Arzneimittel die Dauer eines grippalen Infekts deutlich verkürzt werden kann: Viele Studienteilnehmer, die mit einem Wasserdost-Extrakt behandelt wurden, mussten sogar nur halb so lange unter den unangenehmen Krankheitssymptomen leiden, wie die Teilnehmer aus der Vergleichsgruppe. In einer aktuellen Studie ist es nun gelungen, die einzelnen Wirkmechanismen von Wasserdost bei der Bekämpfung von Infektionen näher zu beleuchten. So konnte für den Wasserdost-Extrakt ein starker stimulierender Einfluss auf die Freisetzung der Chemokine – also jener Botenstoffe, die Fresszellen anlocken – belegt werden. Dieser Mechanismus scheint zu einer Beschleunigung und Verstärkung der frühen Immunantwort zu führen. Krankheitserreger werden so möglichst schnell abgetötet. Auf diese Weise konnte nun auch mit wissenschaftlichen Methoden bestätigt werden, dass Wasserdost-Zubereitungen die Infektbekämpfung wirksam unterstützen können. Bei frühzeitiger Anwendung lässt sich mit dem pflanzlichen Anti-Infektivum der Ausbruch der Infektion in vielen Fällen sogar vermeiden. Zudem stimuliert Wasserdost die Freisetzung der Chemokine unabhängig davon, welche Virenart in den Körper eingedrungen ist – egal, ob es sich um die Erreger des grippalen Infekts (bis zu 200 Virenarten sind bekannt!) oder der echten Grippe handelt! Eine Forschergruppe der Universität Münster konnte darüber hinaus auch eine Aktivität gegen das Schweinegrippevirus nachweisen.
 
Der pflanzliche Virenkiller hat auch entzündungshemmende Effekte

Wasserdost verfügt über eine weitere wichtige Eigenschaft: Er zeigt auch ausgeprägte entzündungshemmende Effekte. Diese sind insbesondere bei stark belasteten Atemwegen hilfreich, weil so die Schleimabsonderung der Schleimhäute gedrosselt wird, Schwellungen und Rötungen zurückgehen und nicht zuletzt das Atmen wieder erleichtert wird.

Weitere interessante Informationen zu Wasserdost finden Sie unter diesem Link:
http://www.heilpflanzen-online.com/heilpflanzen-a-z/wasserdost.html




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Autor: Gesundheitsberatung.de 
Letzte Änderung am: 16.07.2014
 
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