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Diäten in der Werbung

Gerade im Zusammenhang mit Diäten und Diätprodukten hat der Gesetzgeber die Notwendigkeit gesehen, den Verbraucher vor irreführender Werbung zu schützen. Zur Gewährung dieses Schutzes und um irreführende Werbung und unseriösen Versprechungen zu verhindern, gibt es Gesetze.

Die meisten Werbeanzeigen für Diätpillen und -pulver, die in Zeitungen und Zeitschriften abgedruckt sind und/oder die im Internet veröffentlicht werden, verstoßen gegen diese Gesetze. Eine rechtliche Verfolgung ist jedoch wegen der Vielzahl der Anbieter und Produkte, wegen des oftmals im Ausland belegenen Firmensitzes und nicht zuletzt wegen fehlender Kapazitäten bei Verbraucherschutzorganisationen und Behörden leider nicht immer möglich und unterbleibt deswegen vielfach.

Die wichtigsten im Lebensmittel, Diäten und Werbung betreffenden Gesetze sind

Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (LMBG)
Das LMBG verbietet in seinem § 17 Abs. 1 Ziffer 5 ausdrücklich irreführende Aussagen. Eine Irreführung liegt insbesondere dann vor,
§ 17
  • a. wenn Lebensmitteln Wirkungen beigelegt werden, die ihnen nach den Erkenntnissen der Wissenschaft nicht zukommen oder die wissenschaftlich nicht hinreichend gesichert sind.
  • b. wenn zur Täuschung geeignete Bezeichnungen, Angaben, Aufmachungen, Darstellungen oder sonstige Aussagenüber die Herkunft der lebensmittel, ihre Menge, ihr Gewicht, über den Zeitpunkt der Herstellung oder Abpackung, über ihre Haltbarkeit oder über sonstige Umstände, die für ihre Bewertung mitbestimmend sind, verwendet werden,
  • c. wenn Lebensmitten der Anschein eines Arzneimittels gegeben wird.
§ 18
  • In § 18 verbietet das LMBG ausdrücklich gesundheitsbezogene Werbung, somit Aussagen, die sich auf die Beseitigung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten beziehen (§18 Abs 1 Ziff. 1)
  • Hinweise auf ärztliche Empfehlungen oder ärztliche Gutachten (§18 Abs 1 Ziff. 2) Krankengeschichten oder Hinweise auf solche (§18 Abs 1 Ziff. 3)
  • Äußerungen Dritter, insbesondere Dank-, Anerkennungs- oder Empfehlungsschreiben, soweit sie sich auf die Beseitigung oder Linderung von Krankheiten beziehen, sowie Hinweise auf solche Äußerungen (§18 Abs 1 Ziff.4)
  • bildliche Darstellungen von Personen in der Berufskleidung oder bei der Ausübung der Tätigkeit von Angehörigen der Heilberufe, des Heilgewerbes oder des Arzneimittelhandels (§18 Abs 1 Ziff. 5)
  • Aussagen, die geeignet sind, Angstgefühle hervorzurufen oder auszunutzen (§18 Abs 1 Ziff. 6)
  • Schriften oder schriftliche Angaben, die dazu anleiten, Krankheiten mit Lebensmitteln zu behandeln, zu verwenden. (§18 Abs 1 Ziff. 7)
Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG)
Das (UWG) § 3 verbietet irreführende Angaben über die Beschaffenheit von Produkten und somit auch irreführende Aussagen über die Wirkung von Produkten.

Wir haben für Sie eine Checkliste zusammengestellt. Mit Hilfe dieser Liste können Sie erkennen, ob eine Diät empfehlenswert - im Sinne der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sind Diäten seriös - ist, ob falsche Versprechungen gemacht werden und ob die Diät wirklich Aussicht auf Erfolg haben könnte.

Lassen Sie sich nicht von beeindruckenden "Vorher-Nachher-Fotos" täuschen. Eine erfolgreiche Gewichtsabnahme kann nur durch eine Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten erreicht werden: Das richtige essen, viel trinken, und viel bewegen und Sport treiben.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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