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Die häufigsten Fragen zum Impfen

 

Ist es wirklich notwendig, bereits Säuglinge zu impfen?

Wie werden Frühgeborene geimpft?

Ist das Konservierungsmittel Thiomersal in Impfstoffen gefährlich?

Muss das Baby, obgleich es gestillt wird, geimpft werden? Bekommt es mit der Muttermilch nicht genügend Abwehrstoffe?

Wie lange hält ein Impfschutz an?

Können Kinder auch Krankheiten bekommen, gegen die sie geimpft sind?

Warum sind mehrere Impfungen notwendig?

Können viele Impfungen bei Kindern zu Allergien führen?

Sollen chronisch kranke Kinder, z.B. Asthmatiker oder Kinder mit Herzfehlern, geimpft werden?

Ich habe beim Umzug das Impfbuch meines Kindes verlegt. Was ist zu tun?


Ist es wirklich notwendig, bereits Säuglinge zu impfen?

Je früher eine Impfung erfolgt, desto früher ist das Kind auch gegen die gefährlichen Krankheiten geschützt. Zudem benötigt der Aufbau eines Immunschutzes gegen eine Krankheit Zeit. In der Regel sind mehrere Impfungen notwendig. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut in Berlin empfiehlt die Impfungen allgemein zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Bereits nach der Geburt können Impfungen gegen Hepatitis B (mit Einzelimpfstoffen), ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung und Haemophilus Influenzae Typ B gegeben werden. Die erste Masern-Mumps-Röteln (MMR)-Impfung erfolgt im zwölften Lebensmonat. Argumente für und gegen das Impfen finden Sie hier.

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Wie werden Frühgeborene geimpft?

Nach Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut in Berlin können Frühgeborene genauso wie Reifgeborene gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis (Keuchhusten), Polio, Hepatitis B und Haemophilus influenzae Typ B (Hib) geimpft werden.

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Ist das Konservierungsmittel Thiomersal in Impfstoffen gefährlich?

Thiomersal ist eine organische Quecksilberverbindung, die seit vielen Jahrzehnten als Konservierungsmittel für Impfstoffe und andere Arzneimittel verwendet wird. Im Fall der Impfstoffe verwendet man Thiomersal ausschließlich bei inaktivierten Impfstoffen, beispielsweise gegen Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Tetanus oder Hepatitis B. In Lebendimpfstoffen, beispielsweise gegen Mumps, Masern, oder Röteln, kommt Thiomersal nicht vor.

Insbesondere in den USA, aber auch auf europäischer Ebene wird seit geraumer Zeit diskutiert, ob und in welchem Maße Thiomersal für Neugeborene und Kleinkinder schädlich ist. Besonders interessant sind dabei Impfstoffe, die zur Grundimmunisierung im Kindesalter verwendet werden.

Im Sinne der Risikovorsorge empfehlen sowohl die U.S.- Behörden als auch die Europäische Agentur zur Beurteilung von Arzneimitteln (EMEA) bei Kinderimpfstoffen, wenn möglich, thiomersalfreien Produkten den Vorzug zu geben. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass Thiomersal in einem Impfstoff kein Grund ist, von einer notwendigen Impfung abzusehen, sollten thiomersalfreie Impfstoffe nicht zur Verfügung stehen.

Dies könnte Anlass für Eltern sein, sich vom Kinderarzt über die Zusammensetzung des von ihm verwendeten Impfstoffes zu erkundigen. Für die Grundimmunisierung von Kindern stehen in Deutschland eine ganze Reihe von Kombinationsimpfstoffen zur Verfügung, die entweder überhaupt kein Konservierungsmittel mehr enthalten oder ein Konservierungsmittel ohne Quecksilberkomponente. Damit kann eine vollständige Grundimmunisierung mit thiomersalfreien Impfstoffen gewährleistet werden.

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Muss das Baby, obgleich es gestillt wird, geimpft werden? Bekommt es mit der Muttermilch nicht genügend Abwehrstoffe?

Die Muttermilch enthält zwar Abwehrzellen und Immunglobuline (Abwehr-Eiweißstoffe), die zum Aufbau des Immunsystems beim Neugeborenen notwendig sind, aber sie verleiht im allgemeinen keinen ausreichenden Schutz gegen Kinderkrankheiten. Auch der vorgeburtliche Schutz, den das Baby über das Nabelschnurblut von der Mutter erhält, lässt nach der Geburt nach.

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Wie lange hält ein Impfschutz an?

Der Impfschutz ist je nach Krankheit und Impfung sehr unterschiedlich. Er kann nur einige Jahre anhalten oder einen lebenslagen Schutz bringen.

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Können Kinder auch Krankheiten bekommen, gegen die sie geimpft sind?

Dies kann manchmal der Fall sein. Die Wirksamkeit verschiedener Impfstoffe ist unterschiedlich.

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Warum sind mehrere Impfungen notwendig?

Der Körper braucht mehrere Anstöße und zwar in bestimmten zeitlichen Abständen, um genügend Abwehrstoffe gegen bestimmte Krankheitserreger zu bilden. Die Stärke der Immunantwort ist von Mensch zu Mensch verschieden. Um ganz sicher zu sein, dass der gewünschte Impfschutz erreicht wird, ist die Wiederholung oder Auffrischung der Impfung notwendig.

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Können viele Impfungen bei Kindern zu Allergien führen?

Zu dieser Frage gibt es mehrere Standpunkte. Hier können Sie mehr darüber erfahren.

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Sollen chronisch kranke Kinder, z.B. Asthmatiker oder Kinder mit Herzfehlern, geimpft werden?

Gerade bei chronisch kranken Kinder kann es besonders sinnvoll sein, sie vor Infektionen zu schützen, denn die Immunabwehr der Kinder ist durch die Grundkrankheit geschwächt. Schwere Infektionen können für sie besonders gefährlich sein. So ist beispielsweise Keuchhusten gerade für Asthmakinder extrem belastend. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, ob Ihr chronisch krankes Kind geimpft werden sollte.

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Ich habe beim Umzug das Impfbuch meines Kindes verlegt. Was ist zu tun?

Kinder und Erwachsene, die keinen Impfnachweis haben, werden wie Nichtgeimpfte behandelt und geimpft. Eventuell vorausgegangene Impfungen stellen dabei kein Risiko dar. Nehmen Sie Kontakt zum Kinderarzt auf, der die ersten Impfungen vorgenommen hat. Er hat diese dokumentiert und muss die Patientenakten mindestens zehn Jahre lang aufbewahren. Bitten Sie ihn, anhand der alten Unterlagen einen neuen Impfpass für Ihr Kind auszustellen.

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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 15.10.2013
 
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