Die häufigsten Fragen zu Magnesium und Magnesiummangel
Welche Funktionen hat Magnesium im menschlichen Körper?
Wieviel Magnesium braucht der Mensch täglich?
Welche Lebensmittel sind gute Magnesiumlieferanten?
Worauf sollte ich bei meiner Ernährung achten, um einem Magnesiummangel vorzubeugen?
Wie macht sich Magnesiummangel bemerkbar?
Wie wird Magnesiummangel diagnostiziert?
Gibt es Menschen, die z.B. krankheitsbedingt besonders häufig von Magnesiummangel betroffen sind?
Kann Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel überdosiert werden?
Ist es ratsam Magnesium und Eisen gleichzeitig einzunehmen?
Wie lange darf ich Magnesium zusätzlich zu meiner Ernährung einnehmen?
Können vorzeitige Wehen ein Zeichen für Magnesiummangel sein?
Welche Funktionen hat Magnesium im menschlichen Körper?
Magnesium hat verschiedene Funktionen im menschlichen Körper. Es ist wichtig für:
- die Zusammensetzung verschiedener körpereigener Eiweiße (z.B. vieler Enzyme).
- die Bereitstellung von Energie, z.B. beim Sport oder schwerer körperlicher Arbeit.
- die Erregung und Erregungsleitung zwischen Nerven und Muskeln und somit für die Kontraktion und Entspannung der Muskulatur.
- die Mineralisierung der Knochen, deshalb haben Kinder in Wachstumsphasen einen erhöhten Bedarf an Magnesium.
Wieviel Magnesium braucht der Mensch täglich?
Ein Erwachsener braucht durchschnittlich etwa 300 mg Magnesium am Tag.
Empfohlener Tagesbedarf an Magnesium:
| Säuglinge Kinder von 1 - 7 Jahre Kinder von 7 - 10 Jahre Jugendliche 11 - 15 Jahre Erwachsene Schwangere, stillende Mütter und Sportler | 24 - 30 mg 80 - 120 mg 170 mg 230 - 310 mg 300 - 350 mg 600 - 800 mg |
Welche Lebensmittel sind gute Magnesiumlieferanten?
Besonders reich an Magnesium sind vor allem Vollkorngetreide, grünes Gemüse und manche Hülsenfrüchte:
| 175g Vollkornbrot, 75g Sojabohnen, 60g Cashewnüsse 60g Naturreis, 75g weiße Bohnen, 60g Vollkorn-Haferflocken, 200g Spinat 250g Kartoffeln, 200g Bananen, 200g Papaya, 150g Seezunge, 200g Kohlrabi 60g Erdnüsse, 200g Brombeeren, 200g Himbeeren, 150g Rotbarsch, 200g Erbsen | über 100 mg 80 - 100 mg 60 - 80 mg 40 - 60 mg |
Magnesiummangel entsteht, wenn der hohe Bedarf an Magnesium (z.B. bei Sportlern, in der Schwangerschaft, in Wachstums- oder Stressphasen) durch die Ernährung nicht gedeckt wird. Aber auch Alkoholmissbrauch, Nierenerkrankungen, übermäßiges Schwitzen (z.B. in den Wechseljahren) oder Diabetes mellitus können Magnesiummangel begünstigen. Bei diesen Erkrankungen wird nicht genug Magnesium aufgenommen beziehungsweise vermehrt Magnesium ausgeschieden.
Worauf sollte ich bei meiner Ernährung achten, um einem Magnesiummangel vorzubeugen?
Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit Vollkorngetreide, Milch und Milchprodukten, Geflügel, Fisch, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Gemüse, Sojabohnen, Bananen, Orangen sowie Beerenobst. Vermeiden Sie Kaffee, Tee und Alkohol, da diese Genussmittel die Magnesiumaufnahme im Darm hemmen und zu einer erhöhten Magnesiumausscheidung führen. Auch Fette und Eiweiße erschweren die Aufnahme von Magnesium.
Wie macht sich Magnesiummangel bemerkbar?
Verschiedene Symptome können auf einen < a href="/magnesiummangel.html">Magnesiummangel hindeuten:
- Allgemeine Krampfneigung wie z.B. Wadenkrämpfe und Unterleibskrämpfe während der Menstruation.
- Schmerzen, Taubheit oder Kribbeln in den Händen.
- Übererregbarkeit, Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen, allgemeine Schwäche, nervöse Störungen mit Schwindel, Unruhe, Zittern und Depressionen.
- Beeinträchtigung der Muskeltätigkeit des Darms mit Verdauungsbeschwerden wie Krämpfen, Verstopfung, Übelkeit, Durchfälle und Meteorismus (Blähbauch).
- Störungen der Herzfunktion, z.B. Herzrasen oder Herzrhythmusstörungen, Gefäßverengungen, Arteriosklerose und Durchblutungsstörungen.
- Störungen des Immunsystems.
- frühzeitige Wehen bei Schwangeren und das erhöhte Risiko einer Frühgeburt.
Wie wird Magnesiummangel diagnostiziert?
Der Magnesiumgehalt im Blut unterliegt starken Schwankungen, deshalb sollten über einen Tag verteilt 5 Blutproben entnommen werden, um ein aussagefähiges Ergebnis zu erhalten. Eine andere Möglichkeit ist die Bestimmung über den Urin. Hierfür wird dem Untersuchten zuerst über einen Zeitraum von 4 Stunden Magnesium verabreicht, anschließend wird dessen Urin 48 Stunden gesammelt und auf den Magnesiumgehalt geprüft.
Gibt es Menschen, die z.B. krankheitsbedingt besonders häufig von Magnesiummangel betroffen sind?
Ja, vor allem Diabetiker, Alkoholiker und Personen, die an Erkrankungen der Nieren oder des Magen-Darm-Trakts leiden, sind häufig von Magnesiummangel betroffen. Diese Krankheiten bewirken, dass entweder zu viel Magnesium ausgeschieden wird oder die Aufnahme von Magnesium im Darm gestört ist. Ebenso können Menschen betroffen sein, die starkem Dauerstress ausgesetzt sind und Übergewichtige, weil sie einen erhöhten Bedarf an Magnesium haben.
Kann Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel überdosiert werden?
Beim gesunden Menschen tritt in der Regel keine Magnesium-Überdosierung auf. Personen, die an Niereninsuffizienz (eingeschränkte Nierenfunktion) leiden, können Symptome einer Überdosierung entwickeln. Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, eine herabgesetzte Erregbarkeit der Muskulatur und der Nerven, Lähmungserscheinungen, eine gestörte Erregungsbildung und Erregungsausbreitung am Herzen und Blutdruckabfall können dann als Symptome auftreten.
Ist es ratsam Magnesium und Eisen gleichzeitig einzunehmen?
Nein, Eisen und Magnesium hemmen gegenseitig ihre Aufnahme ins Blut, wenn sie gleichzeitig eingenommen werden.
Wie lange darf ich Magnesium zusätzlich zu meiner Ernährung einnehmen?
Wenn Sie einen erhöhten Bedarf an Magnesium haben (z.B. als Sportler oder bei übermäßigem Schwitzen), können Sie bedenkenlos auch über einen längeren Zeitraum Magnesium in Form eines Supplements (Nahrungsergänzungsmittel) einnehmen.
Können vorzeitige Wehen ein Zeichen für Magnesiummangel sein?
Ja, vor allem, wenn vorzeitige Wehen zusammen mit häufig wiederkehrenden Wadenkrämpfen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Schwangere sollten grundsätzlich darauf achten, genug Magnesium mit der Nahrung aufzunehmen.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
