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Alkohol

Alkohol ist eine akzeptierte Gesellschaftsdroge, die nicht so harmlos ist, wie es oft scheint
(Quelle: J. Bredehorn/PIXELIO)

Alkohol ist eine durchsichtige, klare Flüssigkeit, die durch die Vergärung von Zucker oder Destillierung gewonnen wird. Als Rohstoffe dienen beispielsweise Trauben, Früchte, Getreide, Mais oder Kartoffeln. Alkohol wird in Form alkoholischer Getränke wie Wein oder Bier konsumiert. Der Alkoholanteil der einzelnen Getränke kann sich dabei sehr stark voneinander unterscheiden.


In vielen Kulturen haben alkoholische Getränke als Nahrungs-, Rausch- oder Genussmittel eine lange Tradition. In Deutschland wird der Alkoholkonsum durch das Jugendschutzgesetz begrenzt. Darin wird geregelt, dass in Gaststätten, Verkaufsstellen und in der Öffentlichkeit an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren keine alkoholischen Getränke abgegeben werden dürfen. Ab dem Alter von 16 Jahren dürfen Getränke mit einem geringen Alkoholgehalt, wie beispielsweise Bier oder Wein getrunken werden. Alkoholhaltige Süßgetränke (Alkopops) und andere hochprozentige Getränke dürfen nur an Personen verkauft werden, die mindestens 18 Jahre alt sind.


Wie wirkt Alkohol?

Alkohol gelangt über die Schleimhäute in den ganzen Körper und wird über den Blutkreislauf auch bis ins Gehirn transportiert. Hier beeinflusst der Alkohol die Nervenzellen. In geringen Mengen wirkt er anregend und sorgt für eine fröhliche Stimmung. Selbst schüchternen Menschen fällt es dann meistens leichter, auf andere zuzugehen.


Größere Mengen Alkohol führen zu extremen Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsstörungen. Die Koordinations- und Reaktionsfähigkeit lassen nach, die Urteilskraft und die Sprache werden beeinträchtigt. Menschen, die zu viel getrunken haben, neigen dazu, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen. Außerdem sprechen sie undeutlich und bewegen sich ungeschickt. Daneben kann die fröhliche Stimmung schnell in Gereiztheit und Aggressivität umschlagen, wenn zu viel Alkohol im Spiel ist. Stark Betrunkene werden schließlich müde oder benommen.

Wie Alkohol auf jeden einzelnen wirkt ist davon abhängig,


  • wie viel Alkohol getrunken wird,
  • welchen Alkoholgehalt die Getränke haben,
  • in welchem körperlichen und seelischen Zustand sich der Konsument befindet und
  • ob er bereits an das Trinken von Alkohol gewöhnt ist.

Das Trinken von drei Flaschen Bier kann sich bei zwei Menschen also sehr unterschiedlich auswirken.


Alkoholmissbrauch und seine Folgen

In geringen Mengen gilt Alkohol als Genussmittel. Wenn alkoholische Getränke jedoch im Übermaß konsumiert werden, wirken sie berauschend und können die Gesundheit schädigen. Besonders kritisch werden in diesem Zusammenhang Flatrate-Partys bewertet, bei denen zu einem Festpreis unbegrenzte Mengen Alkohol getrunken werden können.

Risiken für die Gesundheit entstehen vor allem durch die verringerte Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit und die Beeinträchtigung der Wahrnehmung sowie der Urteilskraft. Besonders im Straßenverkehr kann es zu Unfällen mit schweren Folgen kommen. Betrunkene sind dann nicht nur für sich selbst eine Gefahr, sondern ebenso für unbeteiligte Menschen. Für Straftaten, einschließlich Verkehrsstraftaten, die unter Alkoholeinfluss begangen wurden, gelten teilweise besondere Rechtsvorschriften.

Länger andauernder Alkoholmissbrauch kann unter anderem Schäden an der Leber, dem Herz, dem Gehirn, der Bauchspeicheldrüse oder der Muskulatur verursachen. Die Persönlichkeit kann sich verändern. Außerdem steigt auch das Risiko einer körperlichen und seelischen Abhängigkeit. In Deutschland sind etwa drei von 100 Menschen alkoholabhängig. Das bedeutet, dass sie nicht mehr frei entscheiden können, ob und wie viel Alkohol sie trinken.


Haben Sie Fragen zum Thema Alkohol? Dann wenden Sie sich an die Fachleute in unserer Expertenrat.

Quellen:
F.A. Brockhaus (Hrsg.).: Der Brockhaus Gesundheit. F.A. Brockhaus GmbH, Leipzig/Mannheim 2006
Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.drugcom.de (Stand: März 2008)
Online-Informationen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V.: www.dhs.de (Stand: März 2008)

 

Autor: Jessica Schmid 
Letzte Änderung am: 17.02.2009
 
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