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Unfälle

Alkoholunfälle im Straßenverkehr sind Unfälle, bei denen mindestens einer der Beteiligten (Fahrer oder Fußgänger) alkoholisiert war. Alkoholeinfluss wird von der Polizei ab einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 0,3 Promille angenommen.

Zwischen 1994 und 1997 hat die Zahl der bei Unfällen mit Personenschäden Beteiligten unter Alkoholeinfluss um rund 18% abgenommen. Etwa in gleichem Umfang (17,6%) hat sich auch die Anzahl der Alkoholunfälle mit Personenschaden reduziert.

Nach wie vor am häufigsten tritt Alkohol als Unfallursache im der Altersgruppe der 21- bis 34jährigen Männer auf. Der Anteil der an Unfällen mit Personenschaden beteiligten alkoholisierten Pkw-Fahrer fällt rund 10mal so hoch aus wie der der weiblichen.

Alkoholunfälle mit Personenschaden ereignen sich am häufigsten in den Abendstunden und insbesondere in den Wochenendnächten. Unter den Verursachern dieser nächtlichen Freizeitunfälle sind junge Erwachsene überproportional häufig vertreten.

Nach einer Analyse der Bundesanstalt für Straßenwesen sind Besuche von Discos, Kneipen und privaten Parties und Feten die Hauptbedingungskontexte für die Entstehung solcher Unfälle. Bei jedem zweiten Unfall wurde Alkoholkonsum als Hauptunfallursache benannt. Zu diesem hohen Anteil alkoholbedingter Unfälle kommen annähernd weitere 20% alkoholbedingte Unfälle hinzu, bei denen ein Anfangsverdacht auf Alkoholeinwirkung bestand, der aufgrund besonderer Begleitumstände dieser schweren Unfälle nicht überprüft wurde bzw. werden konnte.

Zwischen 1989 und 1995 ist die Anzahl sogenannter "Disco-Unfälle" innerhalb der Altersgruppen der 18- bis 24jährigen (Hauptverursachergruppe von Disco-Unfällen) um 34% zurückgegangen. Ein sinnvollerer Umgang mit dem Auto und ein moderateres Trink-/Fahrverhalten sind die wichtigsten Erklärungsansätze dieser positiven Entwicklung.

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 17.09.2007
 
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