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Amphetamine (Speed)

Speed wird hauptsächlich als Pulver, manchmal jedoch auch in Tablettenform eingenommen
(Quelle: Anita Winkler/PIXELIO)

Speed zählt zu den Amphetaminen und wird künstlich hergestellt. Es setzt sich in der Regel aus unterschiedlichen Mengen verschiedener Substanzen zusammen. So kann es neben Amphetamin, Metamphetamin und Ephedrin beispielsweise auch Koffein und Schmerzmittel enthalten. Speed gehört zu den illegal als Suchtmittel verwendeten Stoffen und hat eine aufputschende Wirkung. Es kann psychisch abhängig machen und schadet der Gesundheit. Daher unterliegt Speed dem Betäubungsmittelgesetz. Die Droge wird in Form von Pulver oder Tabletten eingenommen.


Wie wirkt Speed?

Speed wirkt direkt im Gehirn und setzt dort eine Reihe von Reaktionen frei. Es erzeugt im Körper eine künstlich erhöhte Leistungsfähigkeit, ohne dem Körper jedoch Energie zuzuführen. Das Amphetamin wird eingenommen, um verschiedene als positiv empfundene Effekte zu erzielen. Dazu gehören bei niedriger Dosierung:


  • Euphorie, Aufgedrehtheit
  • erhöhtes Kommunikations- und Aktivitätsbedürfnis
  • gesteigerte Konzentrationsfähigkeit
  • Beschleunigung des Denkens, Gedankensprünge
  • erhöhtes Selbstwertgefühl

Wer Speed konsumiert fühlt sich bereit für sportliche Höchstleistungen und schnelle Entscheidungen. Die Wirkung kann zwischen sechs und 20 Stunden anhalten und ist unter anderem davon abhängig, welcher Wirkstoffgehalt im Speed enthalten ist, in welcher Situation die Droge eingenommen wird und wie die Umwelteinflüsse vom Konsumenten bewertet werden. Ob Speed zuhause mit Freunden oder vor einer schwierigen und gefürchteten Prüfung eingenommen wird, kann sich daher also sehr unterschiedlich auf den erlebten Rausch auswirken.



Welche Folgen und Gefahren hat Speed für die Gesundheit?

Die Dauer der Wirkung und auch mögliche unerwünschte Nebenwirkungen kann ein Speed-Konsument niemals genau abschätzen. Denn die exakte Zusammensetzung und der Reinheitsgehalt des Stoffes sind ohne genaue Untersuchung in einem Labor nicht zu erkennen. Daher ist auch die Liste der möglichen Nebenwirkungen lang. Hier eine Auswahl:


  • Herzrasen oder Verlangsamung der Herztätigkeit
  • Hunger, Durst und Müdigkeit werden nicht wahrgenommen
  • Erhöhung der Körpertemperatur bis zum Hitzestau, Kreislaufkollaps
  • trockener Mund
  • Frieren und Schwitzen
  • Zittern, Muskelkrämpfe, Kiefermahlen
  • Schlaganfall, Herzinfarkt
  • Gereiztheit/Aggressionen
  • depressive Verstimmungen
  • Trübung des Bewusstseins bis zum Koma
  • Katerstimmung, Erschöpfung und Schmerzen am Tag nach dem Rausch

Daneben wird durch Speed auch die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt. Speed-Konsumenten, die mit Auto, Roller oder Fahrrad unterwegs sind, stellen im Straßenverkehr eine Gefahr für sich selbst und unbeteiligte Menschen dar. Schließlich wird durch Speed auch das Sexualbedürfnis - aber nicht unbedingt auch die Beachtung Safer-Sex-Praktiken - gesteigert. Die Folge können Geschlechtskrankheiten oder ungewollte Schwangerschaften sein.

Wer Speed über einen längeren Zeitraum regelmäßig einnimmt, verbraucht nicht nur seine Kraftreserven, sondern riskiert auch eine starke psychische Abhängigkeit. Auf Dauer lässt die Gedächtnisleistung nach. Es können sich außerdem unschöne Speedpickel bilden und teilweise magern die Konsumenten stark ab. Bei Frauen kann es zu Unregelmäßigkeiten im Monatszyklus kommen.


Quellen:
F.A. Brockhaus (Hrsg.).: Der Brockhaus Gesundheit. F.A. Brockhaus GmbH, Leipzig/Mannheim 2006
Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.drugcom.de (Stand: März 2008)
Online-Informationen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V.: www.dhs.de (Stand: März 2008)

 

Autor: Jessica Schmid 
Letzte Änderung am: 29.04.2008
 
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